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"Historisches Ziel erreicht": Nordkorea sieht sich zu Angriffen auf die USA in der Lage

Nach dem neuerlichen Raketentest sieht sich Nordkorea zu Angriffen auf das gesamte Territorium der USA in der Lage: Es seien nun "die gesamten Kontinental-USA" in Reichweite nordkoreanischer Raketen, hieß es in einer am Mittwoch in staatlichen Medien verbreiteten Erklärung. Nordkorea habe damit sein "historisches Ziel" erreicht, eine Atommacht zu werden.

Der Test der Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15, die mit einem großen Sprengkopf bestückt werden könne, sei erfolgreich verlaufen. Es handle sich um die "stärkste Interkontinentalrakete", die Nordkorea jemals entwickelt habe.

Zweifel am Erfolg der Rakete

Ausländische Beobachter hatten allerdings bereits Zweifel am Erfolg des Raketentests geäußert. Nach Erkenntnissen des US-Verteidigungsministeriums stürzte die Rakete nach nur etwa eintausend Kilometern ins Meer und habe keine Gefahr für Nordamerika oder verbündete Nationen dargestellt. Im Juli hatte Nordkorea eine Interkontinentalrakete getestet, die theoretisch auch den US-Bundesstaat Alaska erreichen könnte - nicht aber den Rest der USA.

Nordkorea mit sechs Atomtests seit 2006

Nordkorea unterhält trotz umfassender Sanktionen seit Jahren ein Atomwaffenprogramm. Seit 2006 hat das Land insgesamt sechs Atomwaffentests vorgenommen, davon den bisher stärksten im September. Am 15. September erfolgte auch der bisher letzte Raketentest.

Die US-Regierung drohte wegen der Tests wiederholt mit einem militärischen Vorgehen gegen Pjöngjang. Bei seinem ersten Auftritt vor der UNO im September drohte US-Präsident Trump sogar mit der "völligen Zerstörung" Nordkoreas.

(APA/dpa/ag.)

(Quelle: S24)

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