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H&M handelte sich mit Werbung Rassismus-Vorwurf ein

Mit dieser Darstellung hat sich H&M Kritik eingehandelt. ASSOCIATED PRESS
Mit dieser Darstellung hat sich H&M Kritik eingehandelt.

Die schwedische Modekette H&M hat mit einer als rassistisch empfundenen Werbung für Empörung gesorgt. Auf der Website des Labels war auch am Montag noch vorübergehend ein kleiner farbiger Bub in einem grünen Kapuzen-Pulli abgebildet, der den Schriftzug "Coolest Monkey in the Jungle" (Coolster Affe im Urwald) zeigte. Erste Konsequenzen hat der Fauxpas bereits: Der Musiker The Weeknd will seine Zusammenarbeit mit H&M kündigen.

Das Unternehmen zog die Werbung nach heftiger Kritik später zurück und entschuldigte sich. Die Modebloggerin Stephanie Yeboah schrieb bereits am Sonntag: "Wessen Idee war das bei @hm, diesen kleinen schwarzen Buben zu zeigen, der einen Pullover mit der Zeile 'coolest monkey in the jungle' trägt?" Es sei doch hinlänglich bekannt, dass "Affe" eine verbreitete "rassistische Verunglimpfung" für Farbige sei.

H&M entschuldigt sich für Werbung

H&M entschuldigte sich "bei jedem, den dies verletzt hat". Der kanadische R&B-Musiker The Weeknd (27, "Starboy") will die Zusammenarbeit mit der Modekette H&M deshalb beenden. "Ich war diesen Morgen geschockt und beschämt von diesem Foto. Ich bin zutiefst beleidigt und werde nicht mehr mit H&M zusammenarbeiten", schrieb der Sänger mit äthiopischen Wurzeln am Montag auf Twitter.

H&M hat das Foto nun zurückgezogen. "Wir glauben bei allem, was wir machen, an Vielfalt und Inklusion und werden all unsere internen Strategien überprüfen, um künftige Probleme zu verhindern", hieß es in einem Statement, aus dem mehrere Medien zitierten. The Weeknd, der eigentlich Abel Tesfaye heißt, hatte bei H&M seine eigenen Kollektionen herausgebracht und für die Kette gemodelt.

Auch andere Konzerne mit Werbeskandalen

In den vergangenen Jahren hatten Konzerne mehrfach Werbeskandale ausgelöst: 2014 musste das Modelabel Zara einen gestreiften Schlafanzug mit gelbem Stern zurückziehen, der an die Kleidung jüdischer Häftlinge in NS-Konzentrationslagern erinnerte. Im vergangenen Oktober sah sich die Pflegeprodukte-Marke Dove zu einer Entschuldigung veranlasst, nachdem in einer Werbung ein farbiges Model nach dem Wechsel seines Tops in ein weißes mutiert war.

(APA/ag.)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 02.03.2021 um 10:07 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/hm-handelte-sich-mit-werbung-rassismus-vorwurf-ein-57677935

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