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Hofer skeptisch gegenüber Ministeramt für Wehsely

Hofer äußert seine Skepsis Salzburg24
Hofer äußert seine Skepsis

Die Hofburg-Kandidaten haben Freitag bei einer Diskussionsveranstaltung der Bundesländer-Zeitungen und der "Presse" in Graz den SPÖ-Personalwechsel kommentiert. FPÖ-Kandidat Norbert Hofer zeigte Skepsis gegenüber einem allfälligen Wechsel der Wiener Soziallandesrätin Sonja Wehsely in die Bundesregierung. Alexander Van der Bellen (Grüne) setzt Hoffnung in einen Kanzler aus der Wirtschaft.

Er wäre, meinte Hofer, "sehr vorsichtig", was eine Angelobung Wehselys beträfe - zumindest so lange, bis geklärt sei, wer die Verantwortung für den "Skandal rund um islamische Kindergärten" in Wien trage. Denn er sei "nicht sicher", inwieweit Wehsely darin "verwickelt" ist. Hofer wird freilich, selbst wenn er die Stichwahl gewinnt, nicht in die Verlegenheit kommen, die neuen SPÖ-Regierungsmitglieder anzugeloben. Denn der neue Bundespräsident wird selbst erst am 8. Juli angelobt, bis dahin ist Heinz Fischer im Amt.

Hofer gibt Regierung halbes Jahr Zeit

Zudem wird der neue Bundeskanzler und SPÖ-Chef Christian Kern seine Regierungsmannschaft erst Ende nächster Woche präsentieren. Wehselys Wechsel ist bisher nur Gegenstand von Spekulationen. Vorerst keine Vorbehalte zeigte Hofer gegenüber Kern: Man "kann sich wünschen", dass mit der Neuaufstellung der SPÖ mehr Schwung in die Regierungsarbeit komme. Sollte aber "in einem halben Jahr immer noch gestritten werden" und sich die Fronten in der Koalition weiter verhärten, würde er die Regierung entlassen wollen.

Van der Bellen: Rot-Schwarz soll Können zeigen

Ohne jeder Drohgebärde antwortete Van der Bellen: Er hoffe, dass sich Rot und Schwarz nicht weiter dem "Harakiri hingeben, sondern zeigen, was sie können", bis zur Wahl 2018 - in ihrem und im Interesse Österreichs. Aber er konstatierte, dass Kern es "nicht leicht haben" werde. Und erinnerte daran, dass man in der Vergangenheit mit "Leuten aus der Wirtschaft" gut gefahren sei. So sei die Periode unter Kanzler Franz Vranitzky (SPÖ) "eine der erfolgreichsten in Österreich" gewesen.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 28.09.2021 um 01:23 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/hofer-skeptisch-gegenueber-ministeramt-fuer-wehsely-52074190

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