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Slowenien prescht vor

Ruf nach klarer Kennzeichnung für EU-Honig

Internationale Wettbewerbsfähigkeit der Imker stärken

Honigkennzeichnung soll klarer werden
Theoretisch können kleine Mengen EU-Honig mit einem Großteil billiger Importe vermengt werden, ohne dass Verbraucher dies genau nachvollziehen können. (SYMBOLBILD)

Die slowenische Ratspräsidentschaft macht auf EU-Ebene Druck, um eine genauere Kennzeichnung von Honig mit Blick auf die Herkunft zu erreichen. Verbrauchern solle die Möglichkeit gegeben werden, klar zu erkennen, aus welchem Land die unterschiedlichen Sorten von Honigmischungen kommen.

Bisher gilt für die Kennzeichnung: Wenn Honig aus der EU mit Import-Honig etwa aus China vermengt wird, muss dies nur allgemein auf der Verpackung angegeben sein als "Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern". Theoretisch können kleine Mengen EU-Honig mit einem Großteil billiger Importe vermengt werden, ohne dass Verbraucher dies genau nachvollziehen können.

Slowenien hat Vorsitz der EU-Länder

"Die Aktualisierung der Vorschriften für die Kennzeichnung von Honigmischungen ist eine der Hauptprioritäten des slowenischen Ratsvorsitzes", sagte der slowenische Landwirtschaftsminister Joze Podgorsek am späten Montagabend nach einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen. Eine Anpassung stärke auch die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Imker auf dem internationalen Markt.

Viele andere EU-Länder würden den Vorstoß unterstützen. Slowenien hat derzeit turnusgemäß den Vorsitz unter den EU-Ländern. Man erwarte konkretere Ergebnisse im kommenden Jahr, wenn Frankreich den EU-Vorsitz übernommen habe. Anfang des Jahres hatte auch Deutschland grundsätzlich einen Vorstoß unterstützt, der eine genauere Kennzeichnung forderte.

(Quelle: Apa/Dpa)

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