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HoT "mischt" Mobilfunkmarkt auf

Durch den Hofer-Markteintritt in das Handytelefonieren günstiger geworden. APA/Hochmuth
Download von www.picturedesk.com am 11.06.2015 (15:06). ABD0074_20150523 - WIEN - ÖSTERREICH: Ein Zuseher mit einem Smartphone am Samstag, 23. Mai 2015, vor Beginn des Finales im Rahmen des 60. Eurovision Song Contest in der Stadthalle in Wien. - FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH - 20150523_PD4987

Der neue Konkurrent von A1, "3" und T-Mobile, der virtuelle Mobilfunker HoT des Lebensmittel-Diskonters Hofer, hat die zuletzt gestiegenen Handytarife durchgewirbelt. Zu dem Schluss kommt die Regulierungsbehörde RTR in ihrem Jahresbericht. Der Preisrückgang hänge mit dem Markteintritt von HoT zusammen, der "seit 2. Jänner 2015 mit attraktiven Angeboten den Mobilfunkmarkt aufmischt", so die RTR. Dafür lahmt das Internet in Österreich.

Hofer Telekom habe damit eine Trendwende eingeleitet. "Die bereits etablierten Diskontmarken Yesss!, Bob sowie Ge.org! haben bereits auf das Angebot von HoT reagiert und ihre Tarife zum Teil deutlich gesenkt", heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht.

Mobilfunk: Einbüßen für die Großen

Laut dem RTR-Bericht haben die A1 Telekom Austria AG und T-Mobile im Vorjahr Marktanteile eingebüßt. Der Ex-Monopolist, die teilstaatliche Telekom Austria, kam Ende 2014 auf einen Marktanteil von 41,7 Prozent, T-Mobile auf 30,4 Prozent. "3", die Österreich-Tochter des Hongkonger Mischkonzerns Hutchison, holte gegenüber 2013 zwei Prozentpunkte auf und hält nun bei einem Marktanteil von 27,8 Prozent.

Telefonieren um 14,8 Euro pro Monat

Eine durchschnittliche österreichische SIM-Karte generierte laut RTR Ende 2014 einen monatlichen Umsatz von 14,8 Euro. Je SIM-Karte wurden pro Monat 27,6 SMS versendet und 143,3 Minuten lang Telefongespräche geführt. Massiv gestiegen ist allerdings das Datenvolumen. Im vierten Quartal wurden im Schnitt 1.382 Megabyte (MB) pro Monat an Daten verbraucht, Ende 2013 waren es laut RTR erst 863 MB.

Internet lahmt in Österreich

Schnelles Internet ist in Österreich allerdings Mangelware, im Vergleich mit der EU hinkt man deutlich zurück. Laut dem am Donnerstag vom Telekomregulator RTR veröffentlichten Jahresbericht sind hierzulande nur 52,5 Prozent der Internetanschlüsse schneller als 10 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Damit gehört Österreich zu den EU-Nachzüglern, nur in fünf Mitgliedsstaaten gibt es mehr langsame Internetanschlüsse.

Bulgarien mit Spitzen-Internet

Spitzenreiter ist Bulgarien, wo 94,9 Prozent der Anschlüsse schneller als 10 Mbit/s sind. Auch in Frankreich, Großbritannien und auf Malta sind neun von zehn Internetanschlüssen schneller als 10 Mbit. Im EU-Schnitt sind es 70,2 Prozent.

In Österreich haben 26,9 Prozent der Bevölkerung einen Festnetz-Breitbandanschluss, der EU-Schnitt liegt bei 30,9 Prozent. Beim mobilen Breitband beträgt die Penetrationsrate hierzulande 65,2 Prozent, verglichen mit 66,7 Prozent in der EU. In Finnland, Schweden und Dänemark gibt es sogar bereits mehr mobile Breitband-Anschlüsse als Einwohner.

(APA)

(Quelle: S24)

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