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Human Rights Watch: Saudi-Arabien setzte Streubomben ein

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition erneut den Einsatz geächteter Streumunition im Jemen vorgeworfen. Die Bomben seien im April und Mai bei Luftangriffen im Norden des Landes abgeworfen worden, erklärte HRW am Sonntag.

Bei einem Luftangriff auf das Dorf Al-Amar in der Rebellenhochburg Saada seien Ende April zwei Zivilisten verletzt worden. In Bakim nahe der Grenze zu Saudi-Arabien wurden demnach vier Zivilisten verletzt, als eine Streubombe nach einem Luftangriff explodierte.

HRW berichtete noch über zwei weitere Streubombenangriffe im Mai, bei denen es zunächst jedoch keine Opfer gegeben habe. Streubomben könnten aber auch noch lange nach dem Abwurf verletzen oder töten, erklärten die Menschenrechtler. Streubomben setzen hunderte kleinerer Bomben frei. Viele Blindgänger explodieren erst Jahre später. Genau wie Landminen geht die Munition bei Berührung in die Luft - wer nicht sofort getötet wird, überlebt meist schwer verstümmelt.

(Quelle: S24)

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