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Hunderte gerettete Kunstschätze in Damaskus ausgestellt

Die syrische Antikenbehörde stellt seit Mittwoch in Damaskus hunderte Kunstschätze aus, die von der Armee während der Kämpfe vor der Zerstörung gerettet wurden. Unter den in einem Kulturzentrum der syrischen Hauptstadt präsentierten 500 Antiquitäten sind Bronzefiguren, Goldstücke und Amphoren.

Auch zwei antike Büsten aus der Wüstenstadt Palmyra werden gezeigt, die von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beschädigt worden waren. Der Direktor der Antikenbehörde, Mahmud Hamud, sagte, die ausgestellten Objekte seien von der syrischen Armee und ihren Verbündeten bei der Rückeroberung von Museen und Ausgrabungsstätten von den Rebellen und Dschihadisten gerettet worden. Insgesamt seien in den verschiedenen Regionen Syriens 9.000 Objekte sichergestellt worden, darunter aus Palmyra, Daraa im Süden oder Deir Essor im Osten.

Während des Krieges sind dutzende historische Stätten in Syrien von den verschiedenen Konfliktparteien zerstört, geplündert oder beschädigt worden. Insbesondere die IS-Miliz hat gezielt vorislamische Kunstschätze zerstört oder ins Ausland verkauft. Doch auch den Regierungstruppen wird vorgeworfen, keine Rücksicht auf das Kulturerbe genommen zu haben. Zudem haben Raubgräber das Chaos genutzt, um Ausgrabungsstätten zu plündern.

(APA/Ag.)

Aufgerufen am 17.12.2018 um 06:50 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/hunderte-gerettete-kunstschaetze-in-damaskus-ausgestellt-60335194

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