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Hurrikan "Michael" trifft Florida mit voller Wucht

Zahlreiche Schäden durch den Hurrikan APA (AFP/Getty)
Zahlreiche Schäden durch den Hurrikan

Nachdem der Hurrikan "Michael" Florida mit voller Wucht erreicht hat, haben die Behörden Such- und Rettungsmannschaften in die besonders schlimm getroffenen Gebiete geschickt. Das sagte der Gouverneur des US-Bundesstaates, Rick Scott, am Mittwochabend (Ortszeit). Laut einem Bericht des Senders CNN kostete der Hurrikan mindestens einen Menschen das Leben.

"Michael" war am Mittwochnachmittag (Ortszeit) nordwestlich des kleinen Ortes Mexico Beach mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern auf die Küste getroffen. Dem Sturm fehlten nur zwei Stundenkilometer Windgeschwindigkeit, um in die höchste Kategorie fünf eingestuft zu werden. Videoaufnahmen aus Mexico Beach zeigten weitreichende Zerstörung, Trümmer und Überflutungen.

Hurrikan fordert einen Toten

Die Behörden hatten zahlreiche Menschen zuvor dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Viele kamen dem aber nicht nach. Gouverneur Scott sagte, er sei enttäuscht darüber. Nahe Greensboro sei ein Mann ums Leben gekommen, als ein Baum auf ein Haus gefallen sei, berichtete CNN.

Hurrikan extrem schnell auf Küste getroffen

Experten zeigten sich erstaunt, wie schnell der Hurrikan auf seinem Weg über den Golf von Mexiko an Stärke gewonnen hatte. "Bei der Beobachtung der Satellitenaufnahmen ist einem die Kinnlade heruntergeklappt", sagte der Meteorologe Bon Henson vom Internetdienst Weather Underground. Der Chef des Nationalen Hurrikan-Zentrums (NHC), Ken Graham, sagte, es sei noch nie ein Hurrikan der Kategorie vier in der Region registriert worden. Es sei daher ein ebenso historisches wie gefährliches Ereignis.

Milliardenschäden bei "Florence"

Es ist der zweite Hurrikan binnen weniger Wochen, der auf den Südosten der USA trifft. Hurrikan "Florence" hatte Mitte September dort Milliardenschäden verursacht. Im Gegensatz zu "Florence" sei "Michael" aber ein Musterbeispiel für einen Hurrikan, der auf dem Weg über das Meer zur Küste sich immer weiter verstärke, sagte Graham. "Florence" hatte sich dagegen vor Erreichen der Küste von North Carolina immer weiter abgeschwächt.

(APA/dpa/ag.)

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