Jetzt Live
Startseite Welt
Welt

IAEA-Chef fordert mehr Geld für Iran-Inspektionen

Amano will den Iran besser kontrollieren Salzburg24
Amano will den Iran besser kontrollieren

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, hat am Donnerstag von den Mitgliedsstaaten der Organisation 4,6 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln für Atominspektionen im Iran gefordert. Die Gelder sollten "so bald als möglich" überwiesen werden, sagte er laut Nachrichtenagentur Reuters bei einer Sondersitzung des IAEA-Gouverneursrates zum iranischen Atomprogramm in Wien.

Wie aus dem Umfeld Amanos verlautete, fordert die IAEA vom Iran weiterhin "volle Transparenz und Offenlegung aller nuklearen Aktivitäten". In einem im vergangenen Mai vereinbarten Abkommen hatte sich die IAEA mit der Islamischen Republik in einem Abkommen auf fünf Maßnahmen geeinigt, die Transparenz sicherstellen sollten. Zwei davon hat Teheran noch immer nicht erfüllt. Dabei geht es um einen Informationsaustausch über eine angebliche Durchführung von Experimenten mit Hochexplosiv-Stoffen und über Modellrechnungen für Atomexplosionen.

Weiters fordert die IAEA, dass der Iran parallel zu den politischen Verhandlungen mit den fünf UNO-Vetomächten plus Deutschland auch eng mit der IAEA kooperieren solle. Diesbezüglich habe es in den vergangenen Monaten leider keine Fortschritte gegeben, sagten Mitarbeiter Amanos. Derzeit könne die IAEA nicht sagen, ob das iranische Atomprogramm eine militärische Dimension hat oder nicht.

Der Iran und die fünf UN-Vetomächte in Deutschland (5+1) hatten bei Verhandlungen in Wien im Vormonat keine Einigung über ein umfassendes Abkommen zur Beilegung des Atomstreits bis zum Ablauf der vereinbarten Frist am 24. November erzielt. Stattdessen wurde ein in Vorjahr erzieltes Interimsabkommen verlängert und die Deadline bis 30. Juni ausgedehnt.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.05.2021 um 10:44 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/iaea-chef-fordert-mehr-geld-fuer-iran-inspektionen-46173052

Kommentare

Mehr zum Thema