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Innenministerium bestätigt Ermittlungen zu Cyberangriffen

Ein Türkei in den USA wurde enttarnt APA (dpa/Symbolbild)
Ein Türkei in den USA wurde enttarnt

Das Innenministerium bestätigt die Ermittlungen zum türkischen Cyberangreifer, die der "Kurier" aufgedeckt hat. Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck ist allerdings nicht glücklich, dass der Fall schon veröffentlicht wurde: "Polizeiliche Ermittlungen orientieren sich üblicherweise an der Nachweisbarkeit bei einer Straftat, nicht an einer frühzeitigen Veröffentlichung."

"Ich kann Ihnen bestätigen, dass der Verfassungsschutz seit Längerem in seinem Zuständigkeitsbereich Ermittlungen in dieser Sache führt", sagte Grundböck am Dienstag im ORF-Radio. "Wir hätten den Zeitpunkt für eine Veröffentlichung in dieser Ermittlung aktuell noch nicht gesehen." Der Verfassungsschutz ermittele hier gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft. "Nach meiner Information hat genauso wie der Verfassungsschutz auch die Staatsanwaltschaft den Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht gesehen", ergänzte Grundböck.

Doskozil ohne Kommentar

Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil (SPÖ) wollte sich zu dem Fall nicht äußern. "Es ist ein Grundsatz im Verteidigungsressort, dass wir nachrichtendienstliche Tätigkeiten und nachrichtendienstliche Amtshandlungen nicht kommentieren", erklärte Doskozil im Ö1-Interivew. "Ich kann nur soviel sagen, dass ich mit der Tätigkeit und der Arbeit des Heeresnachrichtenamtes sehr zufrieden bin und dass wir speziell in diesem Bereich, was Cyber-Kompetenz und Cyber Defense betrifft an und für sich eine sehr gute Kompetenz haben."

Offenbar massive Computer-Attacken

Der "Kurier" hatte berichtet, dass das Heeresnachrichtenamt (HNaA) nach massiven Computer-Attacken auf die Server des Flughafens Wien, auf das Parlament, die Nationalbank sowie das Verteidigungs- und das Außenministerium einen im US-Staat Kentucky lebenden Türken enttarnen habe können. Motiv sei die "türkeifeindliche" Haltung Österreichs. Das HNaA habe die Informationen über den Cyber-Aktivisten an die US-Behörden weiter gegeben.

(APA)

(Quelle: S24)

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