Jetzt Live
Startseite Welt
Welt

Innenministerium regt an, Umgang mit Medien zu ändern

Seitens des Innenministeriums liegt noch keine Stellungnahme vor. APA/Hans Punz/Archiv
Seitens des Innenministeriums liegt noch keine Stellungnahme vor.

Das Innenministerium soll laut Berichten von "Kurier" und "Standard" seinen Umgang mit Medien ändern. Die Zeitungen berufen sich dabei auf ein Mail aus dem Ministerbüro, in dem die Landespolizeidirektionen "angeregt" werden, die Kommunikation mit bestimmten Medien auf "das nötigste (rechtlich vorgesehene) Maß zu beschränken". Seitens des Ministerium gab es bis 19.30 Uhr keine Stellungnahme.

Die Medien zitierten wie folgt aus dem Mail: "Leider wird wie eh und je seitens gewisser Medien (zum Beispiel 'Standard', 'Falter') sowie neuerdings auch seitens des 'Kuriers' eine sehr einseitige und negative Berichterstattung über das BMI beziehungsweise die Polizei betrieben... Ansonsten erlaube ich mir vorzuschlagen, die Kommunikation mit diesen Medien auf das nötigste (rechtlich vorgesehene) Maß zu beschränken und ihnen nicht noch Zuckerln wie beispielsweise Exklusivbegleitungen zu ermöglichen ..."

Sexualdelikte sollen verstärkt kommuniziert werden

Es soll aber auch noch andere Änderungen geben: Künftig sollen dem Mail zufolge die Staatsbürgerschaft und der Aufenthaltsstatus von Verdächtigen in Aussendungen explizit genannt werden. Auch Sexualdelikte sollen verstärkt kommuniziert werden. Der Absender des Mail bittet, "vor allem Taten, die in der Öffentlichkeit begangen werden, besondere Modi Operandi (zum Beispiel Antanzen) aufweisen, mit erheblicher Gewalteinwirkung oder Nötigungen erfolgen oder wenn zwischen Täter und Opfer keine Verbindung besteht, auch proaktiv auszusenden".

(APA)

Aufgerufen am 15.12.2018 um 01:30 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/innenministerium-regt-an-umgang-mit-medien-zu-aendern-60275128

Kommentare

Mehr zum Thema