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Intel warnt vor Installation seiner Sicherheits-Updates

Kein Ende der Probleme bei Chip-Hersteller Intel APA (AFP)
Kein Ende der Probleme bei Chip-Hersteller Intel

Nach der Entdeckung von Sicherheitslücken bei Chips warnt Intel vor der Installation seiner Schutz-Updates. Die zuvor bereitgestellten Sicherheits-Updates seien fehlerhaft, teilte der US-Konzern am Montag mit. Sie hätten unter anderem zur Folge, dass Computer öfter als unter normalen Umständen hochgefahren würden. An der Lösung des Problems werde gearbeitet.

Der US-Chipriese Intel hat vor "unvorhersehbaren" Problemen durch Updates gewarnt, die die jüngst bekannt gewordene Sicherheitslücke in Millionen Computerprozessoren weltweit stopfen sollten. Intel riet Computerherstellern, Anbietern von Cloud-Diensten, Softwareherstellern und Nutzern, die gegenwärtigen Updateversionen nicht aufzuspielen.

Details zu neuen Updates sollen kommen

Weitere Details über künftige Updates würden im Verlauf der Woche erwartet, teilte Intel mit. "Wir rufen unsere Partner in der Industrie auf, ihre Anstrengungen auf frühere Update-Versionen zu konzentrieren, so dass wir die Veröffentlichung beschleunigen können", schrieb Shenoy.

Intel meldet massive Sicherheitslücke

Anfang Jänner war bekannt geworden, dass zahlreiche Prozessoren von Intel sowie auch Chips der Hersteller AMD und ARM von der Schwachstelle betroffen sind. Dadurch ist es möglich, sensible Informationen wie etwa Passwörter, Verschlüsselungen oder Daten aus Programmen auszulesen. Intel erklärte daraufhin, es arbeite gemeinsam mit AMD und ARM daran, einen industrieweiten Ansatz zur schnellen und konstruktiven Lösung des Problems zu entwickeln.

Hacker hatten bisher keinen Zugriff

Nach der Entdeckung der massiven Sicherheitslücke und angesichts möglicher Sammelklagen war Konzernchef Brian Krzanich vor der Eröffnung der Elektronikmesse CES in Las Vegas zunächst in die Offensive gegangen. Bisher deute nichts darauf hin, dass es durch die Schwachstellen zu Datenverlust gekommen sei, erklärte er. Die Auswirkungen seien durch eine "bemerkenswerte" Zusammenarbeit in der Technologiebranche eingegrenzt worden.

Sicherheitsexperten befürchten indes, dass ungeachtet funktionsfähiger Updates noch längere Zeit verwundbare Systeme im Umlauf sein könnten - etwa weil nicht alle Rechner oder Smartphones mit aktuellen Betriebssystem-Versionen ausgestattet seien.

(APA/ag.)

(Quelle: S24)

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