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Irakische Armee erzielt Fortschritte im Kampf gegen IS-Miliz

Nachschub kann in umkämpfte Gegend gebracht werden Salzburg24
Nachschub kann in umkämpfte Gegend gebracht werden

Die irakischen Streitkräfte haben im Kampf mit der IS-Miliz um die größte Raffinerie des Landes nach amerikanischen Angaben Fortschritte erzielt. Zwar sei weder die Anlage noch die Stadt Baidji in der Nähe befreit, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums am Montag in Washington. Allerdings könne jetzt Nachschub in die Gegend gebracht werden.

Die Einheiten gingen Schritt für Schritt gegen den IS vor. Die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" hatte vor einem Jahr weite Teile des Nordiraks erobert. Die irakische Armee, die am Boden von schiitischen Milizen und aus der Luft von einer US-geführten Allianz unterstützt wird, erleidet in ihrem Kampf immer wieder Rückschläge. So wird um Baidji bereits seit Monaten gekämpft. Die US-Streitkräfte fliegen dort fast täglich Luftangriffe.

Einem Zeitungsbericht zufolge haben US-Elitetruppen unterdessen bei einer Razzia in Syrien Unterlagen zum "Islamischen Staat" (IS) erbeutet, die Aufschluss über die Kommandostruktur der Terrormiliz geben sollen. Wie die "New York Times" am Montag unter Berufung auf US-Regierungsvertreter berichtete, wurden unter anderem Laptops und Mobiltelefone sichergestellt. Die Analyse des Materials habe auch Einblicke in Finanzstruktur und Sicherheitsmaßnahmen der Miliz gegeben, hieß es weiter. Bei der Kommandoaktion im Osten Syriens war im Mai demnach ein ranghohes IS-Mitglied getötet worden.

Die UNO-Gesandte Sainab Bangura machte die Jihadistenmiliz für die massenhafte Versklavung von Frauen und Mädchen verantwortlich, die dann "zum Preis einer Zigarettenschachtel" verkauft würden. Die IS-Kämpfer hätten in Syrien und im Irak einen Krieg begonnen, "der auf dem Rücken der Frauen ausgetragen" werde, sagte die UNO-Gesandte in einem Interview. "Sie entführen und verschleppen Frauen, wenn sie neue Gebiete einnehmen, damit sie - ich möchte es nicht frische Lieferung nennen - aber damit sie neue Mädchen haben", schilderte Bangura das Vorgehen des IS. Die UNO-Gesandte hatte im April den Irak und Syrien besucht und dort mit Mädchen und Frauen gesprochen, die aus IS-Gefangenschaft geflohen waren.

Die türkische Oppositionspartei HDP machte unterdessen den IS für einen tödlichen Anschlag auf eine Wahlkampfveranstaltung verantwortlich. Der Täter habe offensichtlich Verbindungen zum IS, sagte Parteichef Selahattin Demirtas am Montag dem Sender CNN. Bei dem Anschlag in der Stadt Diyarbakir am Freitag wurden drei Menschen getötet mindestens 200 verletzt.

(Quelle: S24)

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