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Im November

Iran nimmt Wiener Atomverhandlungen wieder auf

Auch USA gesprächsbereit

20211014_PD1988.HR.jpg AFP
Der Iran will die Atomverhandlungen in Wien wieder aufnehmen, teilte Vizeaußenminister Ali Bagheri mit. 

Der Iran wird die Atomverhandlungen in Wien nächsten Monat wieder aufnehmen. Das gab Irans Vizeaußenminister Ali Bagheri auf Twitter bekannt.

Die EU wollte die Ankündigung zunächst nicht bestätigen: "Von unserer Seite gibt es im Moment nichts zu verkünden", hieß es aus EU-Kreisen nach dem Treffen. Die EU versucht schon seit Monaten, die seit Juni unterbrochenen Gespräche in Wien wiederzubeleben. Die Gespräche liegen seit der Wahl des ultrakonservativen Geistlichen Ebrahim Raisi zum neuen iranischen Präsidenten auf Eis.

USA bereit, "nach Wien zurückzukehren"

"Wir sind bereit, nach Wien zurückzukehren, und wir glauben, dass es nach wie vor möglich ist, schnell eine Verständigung zu einer Rückkehr zur vollständigen Einhaltung zu erreichen und umzusetzen", sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums am Mittwoch. Nach der letzten Gesprächsrunde vom Juni gebe es nur noch eine "kleine Zahl" offener Punkte.

Das Zeitfenster für Gespräche werde aber nicht "für immer" offen sein, sagte der Sprecher weiter. Er warnte den Iran zudem vor "provokativen nuklearen Schritten".

Iran: Konstruktive Verhandlungen in Brüssel

"Die Verhandlungen heute in Brüssel mit (dem Vize-Außenbeauftragten der EU) Enrique Mora waren sehr konstruktiv und wir haben uns auf die Wiederaufnahme der Atomverhandlungen im November geeinigt", teilte der Vizeminister und zukünftige Leiter der iranischen Atomdelegation in Wien mit.

Atomverhandlungen: Datum noch nicht bekannt

Das genaue Datum werde laut Bagheri nächste Woche bekannt gegeben. Der Iran wollte vor der offiziellen Wiederaufnahme der Atomverhandlungen Beratungen über "verbliebenen Differenzen" führen, um so "ergebnisorientierte Verhandlungen" zu ermöglichen. Daher traf sich Bagheri mit Mora jetzt in Brüssel. Beide Diplomaten hatten sich zuletzt Mitte Oktober zu Gesprächen in Teheran getroffen.

Die im April wiederaufgenommenen Verhandlungen über die Wiederherstellung des Wiener Abkommens von 2015 wurden nach der Präsidentenwahl im Juni und dem Regierungswechsel in Teheran unterbrochen. China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland bemühen sich um die Rückkehr der USA zu dem Abkommen. Der Iran soll zudem technische Verpflichtungen eingehen.

(Quelle: Apa/Dpa/Afp)

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