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IS drehte regierungstreuen Gebieten im Irak Wasserhahn zu

Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat aus strategischen Gründen die Tore eines Staudamms in der von ihr im Mai eroberten irakischen Stadt Ramadi geschlossen. Provinzratschef Karhut sagte, durch die Maßnahme sei der Stand des Euphrats gesenkt worden, was Angriffe der Jihadisten erleichtere. Zugleich sei die Wasserzufuhr für die östlichen Gebiete Chaldija und Habbanija unterbrochen worden.

Diese gehören zu den letzten noch von Regierungstruppen und ihren Verbündeten gehaltenen Regionen in der größten irakischen Provinz Anbar, deren Hauptstadt Ramadi ist. Karhut sprach sich dafür aus, den Staudamm entweder rasch zurückzuerobern oder von der Luft aus zu bombardieren. Unterdessen wurde befürchtet, dass es in den beiden östlichen Gebieten und im Süden davon zu einer humanitären Krise kommen könne.

Die regierungstreuen Truppen hatten in der vergangenen Woche einen Angriff auf den IS zur Rückeroberung der Provinzhauptstadt Ramadi gestartet. An der Offensive waren tausende Kämpfer beteiligt. Die Einnahme der Stadt scheiterte jedoch.

Die Jihadisten hatte Ramadi Mitte Mai nach dreitägigen Gefechten erobert. Mittlerweile kontrollieren sie weite Gebiete im Nordirak. Dabei fielen ihnen große Mengen an Waffen und Munition sowie andere Rüstungsgüter in die Hände, die von den fliehenden Armeeeinheiten zurückgelassen wurden.

(Quelle: S24)

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