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IS - Geschichte der jihadistischen Organisation "Islamischer Staat"

Aus Expertensicht ist die Miliz die finanzstärkste Terrororganisation der Welt. AP
Aus Expertensicht ist die Miliz die finanzstärkste Terrororganisation der Welt.

Die jihadistische Organisation "Islamischer Staat" (IS) ging aus einem Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida hervor, der nach dem Sturz des Langzeitherrschers Saddam Hussein 2003 im Irak gegen die US-Armee kämpfte.

Die Gruppe wurde vom Al-Kaida-Funktionär Abu Musab al-Zarqawi befehligt; er wurde 2006 bei einem US-Luftangriff getötet.

IS seit 2013 auf Expansionskurs

2013 ging die Gruppe auf Expansionskurs. Unter dem Anführer Abu Bakr al-Baghdadi und dem Namen "Islamischer Staat im Irak und in der Levante" (ISIS/ISIL) mischte sie sich in den syrischen Bürgerkrieg ein. Sie wurde stärker und lieferte sich Machtkämpfe mit anderen radikalislamistischen Gruppen, darunter auch Al-Kaida.

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Brutales Vorgehen gegen Gegner

2014 nahmen die Milizen des heutigen IS Gebiete im Westirak ein, im Juni stürmten sie die nordirakische Millionenstadt Mossul. In den eroberten Gebieten in Syrien und im Irak riefen die Jihadisten ein "Kalifat" aus, in dem sie staatliche Strukturen aufbauten und brutal gegen Gegner und Andersgläubige vorgingen - und bis heute vorgehen. Sie nannten sich nun "Islamischer Staat" (IS). In anderen Ländern von Libyen über Nigeria bis Afghanistan schworen radikale Islamistengruppen dem "Kalifat" ihre Treue.

IS ist finanzstärkste Terrororganisation

Aus Expertensicht ist die Miliz die finanzstärkste Terrororganisation der Welt. Die jährlichen Einnahmen liegen laut einer Aussage des Islamwissenschaftlers der Stiftung Wissenschaft und Politik, Guido Steinberg, zwischen umgerechnet 0,32 und 1,65 Milliarden Euro. Sie stammen aus dem Ölhandel, Steuern, Spenden, Schutzgeldern, Beute, Zöllen und Lösegeld. Steinbergs Einschätzung nach kämpfen bis zu 30.000 Jihadisten in den Reihen des IS. Der US-Geheimdienst CIA ging im März von rund 20.000 Kämpfern allein aus dem Ausland aus.

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Die internationale Koalition gegen den IS

Seit September 2014 kämpft eine internationale Koalition im Irak und in Syrien gegen die jihadistische Organisation "Islamischer Staat" (IS). Nach US-Angaben beteiligen sich rund 40 Länder an den verschiedenen Einsätzen. Ziel der Verbündeten ist nicht nur ein Ende der Bedrohung durch die IS-Jihadisten, sondern auch politische Lösungen wie Reformen im Irak oder eine nationale Aussöhnung der Volksgruppen.

In Syrien bombardieren neben den USA und Kanada auch mehrere arabische Länder IS-Ziele. Im Irak beteiligten sich Australien, Belgien, Dänemark, Jordanien und Frankreich an den Luftangriffen.

Erfolge und Niederlagen der Jihadistengruppe seit Mitte 2014

Die jihadistische Organisation "Islamischer Staat" (IS) hat in den vergangenen Monaten einige wichtige Erfolge erzielt, aber auch empfindliche Niederlagen einstecken müssen. Eine Übersicht:

 

(APA)

 

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.04.2021 um 12:15 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/is-geschichte-der-jihadistischen-organisation-islamischer-staat-47360293

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