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Islamischer Staat bietet Geiseln zum Freikauf an

Erstmalig fordert die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gezielt Geld für ausländische Geiseln. Bislang stellten die Extremisten vor allem politische Forderungen. Derweil steht der Brite "Jihadi John" ganz oben auf der britischen Kill-List.

Fotos von einem Norweger und einem Chinesen im gelben Overall wurden im IS-Propagandamagazin "Dabiq" veröffentlicht. Auf dem Steckbrief stehen zudem Adresse, Beruf und Geburtsdatum der Männer. Darunter in großen Lettern: "Gefangener zu verkaufen", berichten internationale Medien. Des Weiteren ist zu lesen: "Wen es betrifft von den Heidenvölkern, Kreuzrittern und ihren Verbündeten, sowie den selbsternannten Menschenrechtsorganisationen: Dieser norwegische Gefangene wurde von seiner Regierung im Stich gelassen, die nicht ihr Möglichstes unternommen hat, um seine Freiheit zu erkaufen. Wer auch immer das Lösegeld für seine Freilassung bezahlen möchte, kontaktiert die folgende Telefonnummer – dieses Angebot ist zeitlich befristet."

Die beiden Steckbriefe des IS. /Internet Salzburg24
Die beiden Steckbriefe des IS. /Internet

Wer sind die Geisel des IS?

Einer der Geiseln ist der norwegische Politikwissenschaftler Ole Johan Grimsgaard-Ofstad (48). Er soll Anfang des Jahres über die Türkei in die umkämpfte syrische Stadt Idlib gereist sein. Wie er zur Geisel des IS wurde, ist unklar. Die norwegische Regierung "werde dem Druck von Terroristen und Kriminellen nicht nachgegeben", betonte unterdessen Ministerpräsidentin Erna Solberg (54).

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Chinesische Regierung äußert sich nicht

Über den Chinesen Fan Jinghui (50), die zweite Geisel in Händen der IS, ist weniger bekannt. Er soll in Peking als freier Berater gearbeitet haben. Die chinesische Regierung hat sich bislang nicht dazu geäußert.

"Jihadi John" Nummer Eins auf Kill-List

Der britische Staatsbürger Mohammed Em­wazi alias "Jihadi John" soll die Journalisten James Foley und Steven Sotloff sowie die Entwicklungs- und Katastrophenhelfer David Haines, Alan Henning und Peter ­Kassig enthauptet haben. Drei britische Terroristen wurden bereits bei Luftschlägen und Drohnenangriffen getötet, "Jihadi John" stehe nun ganz oben auf der Abschussliste. Zuletzt kündigte er an, nach Großbritannien zurückzukehren um "weitere Köpfe abzuschneiden".

 

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.04.2021 um 04:05 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/islamischer-staat-bietet-geiseln-zum-freikauf-an-48391456

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