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Acht Tote

Dutzende Tote bei Bombenangriff in Gaza

Angriffe enden nicht

Bei israelischen Bombardements kamen am Sonntag 40 Menschen im Gazastreifen ums Leben, teilte das dortige Gesundheitsministerium mit. Nach massiven Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat Israels Luftwaffe dort das Haus des Hamas-Chefs Yahya al-Sinwar beschossen.

Ob Sinwar bei dem Angriff getötet wurde, ist unklar. Insgesamt beschoss die Luftwaffe wieder dutzende Ziele in Gaza. Dabei sollen laut palästinensischem Gesundheitsministerium über Nacht 26 Menschen getötet und 50 verletzt worden sein. Die EU kommt angesichts der Eskalation am Dienstag zu einer Krisensitzung zusammen.

Bei der Videokonferenz werde es darum gehen, wie "die EU am besten zu einem Ende der derzeitigen Gewalt beitragen" könne, teilte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell auf Twitter mit. Die Zahl der zivilen Opfer durch die gegenseitigen Angriffe bezeichnete er als "inakzeptabel". Der UNO-Sicherheitsrat in New York will noch am Sonntag über die Lage beraten. Berichten zufolge will sich ein US-Gesandter mit hochrangigen israelischen Politikern treffen.

Büro von Hamas-Chef in Khan Younis

In dem Gebäude in Khan Younis im Süden des Küstengebiets habe sich auch das Büro des Hamas-Chefs befunden, berichteten israelische Medien Sonntagfrüh. Es habe als "militärische Infrastruktur der Terrororganisation Hamas" gedient, teilte die israelische Armee mit. Auch das Haus von Sinwars Bruder Mohammed, ebenfalls ein ranghohes Mitglied der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas, sei angegriffen worden.

Nach Angaben der Armee wurden weitere Büros und Häuser wichtiger Hamas-Mitglieder attackiert. Als Teil der fortwährenden Angriffe auf das unterirdische Tunnelnetzwerk der Hamas, der sogenannten Metro, seien 30 weitere Ziele bombardiert worden. Außerdem habe die Luftwaffe Dutzende Waffenlager und Raketenabschussrampen beschossen. Binnen 24 Stunden habe die Luftwaffe 90 Ziele militanter Palästinenser attackiert.

Bisher schwerste Luftangriffe im Gazastreifen

Nach palästinensischen Angaben waren es die bisher schwersten Luftangriffe im Gazastreifen. In der Stadt Gaza wurden nach Augenzeugenberichten fünf Häuser zerstört. Man befürchte viele Tote und Verschüttete unter den Trümmern.

Israels Militär hatte der Führungsriege der im Gazastreifen herrschenden Palästinenserorganisation Hamas zuvor mit gezielter Tötung gedroht. Militante Palästinenser hatten in der Nacht den Großraum Tel Aviv sowie weitere israelische Ortschaften erneut massiv mit Raketen beschossen. Seit Beginn der Eskalation am Montag sind nach Armeeangaben rund 2,900 Raketen auf Israel abgefeuert worden.

Israel bombardiert Haus von Hamas-Führer

Israels Luftwaffe hatte am Samstag bereits das Haus eines anderen ranghohen Führers der Hamas bombardiert. Das Haus von Khalil al-Haya, Vize-Chef des Hamas-Politbüros, habe als "Terror-Infrastruktur" gedient. Die Armee veröffentlichte ein Video des Angriffs. Nach palästinensischen Angaben hielt Haya sich aber zur Zeit des Angriffs nicht in dem Haus auf.

(Quelle: Apa/Dpa)

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