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Israelische Luftangriffe im Gazastreifen

Luftwaffe greift Hamas-Ziele an

Die Attacken dauern bereits seit Tagen an

Israels Armee kündigte zudem an, als Vergeltung für die wiederholten Angriffe radikaler Palästinenser die Zementlieferungen für den Küstenstreifen zu blockieren.

Israel hat erneut Ziele der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen angegriffen. Flugzeuge und Helikopter der israelischen Luftwaffe bombardierten nach Armeeangaben in der Nacht auf Sonntag unter anderem eine unterirdische Anlage der Hamas im Norden des Palästinensergebiets. Bei den Angriffen habe es keine Toten gegeben, erklärte die Hamas.

Die Hamas hatte zuvor erneut vom Gazastreifen aus Geschoße auf israelisches Gebiet abgefeuert. Bei einem Raketenangriff am Samstagabend musste sich der israelische Oppositionsführer Benny Gantz zusammen mit Mitarbeitern vorübergehend in Sicherheit bringen. Gantz ist der wichtigste Herausforderer von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bei der bevorstehenden Parlamentswahl in Israel.

Spannungen nehmen dramatisch zu

Die Armee kündigte zudem an, als Vergeltung für die wiederholten Angriffe radikaler Palästinenser die Zementlieferungen für den Küstenstreifen zu blockieren. Überdies seien 500 Genehmigungen für Grenzübertritte nach Israel ausgesetzt worden. Die Genehmigungen waren für palästinensische Händler ausgestellt worden.

Nach der Vorstellung des Nahost-Plans durch US-Präsident Donald Trump waren in den vergangenen Tagen wiederholt Raketen abgefeuert sowie Ballons mit daran befestigten Brandsätzen vom Gazastreifen Richtung Israel gestartet worden, worauf Israel mit dem Beschuss von Hamas-Zielen reagierte.

Trump stellte Nahost-Plan vor

Trump hatte seinen lange erwarteten Nahost-Plan am Dienstag im Beisein von Ministerpräsident Netanyahu in Washington vorgestellt. Nach Darstellung des US-Präsidenten soll der Plan eine "realistische Zwei-Staaten-Lösung" ermöglichen. Jerusalem soll demnach "ungeteilte Hauptstadt" Israels werden. Die Palästinenser sollen dem Plan zufolge die Möglichkeit erhalten, einen eigenen Staat zu gründen, dessen Hauptstadt im Ost-Jerusalemer Vorort Abu Dis läge. Die jüdischen Siedlungen im Westjordanland sollen dem Plan zufolge Israel zugeschlagen werden, ebenso wie das Jordantal.

Die Palästinenserführung hatte den Plan umgehend abgelehnt. Die Hamas kündigte an, sich "in allen Formen" gegen den Plan "zur Wehr zu setzen".

(Quelle: Apa/Dpa)

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