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Skandal in Italien

Zwei Nonnen nach Reise schwanger

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Die beiden Nonnen wurden fast zur gleichen Zeit schwanger. (SYMBOLBILD)

Zwei Schwangerschaften erschüttern die katholische Kirche in Italien. Gleich zwei Nonnen sind schwanger von ihren Missionsreisen zurückgekommen. Nun droht ihnen der Ausschluss. Kurioserweise sind die beiden Frauen nicht nur etwa zeitgleich schwanger geworden, sondern gehören auch beide sizilianischen Orden an.

Offenbar stammen beide Ordensfrauen ursprünglich aus Afrika und waren zuvor in ihre jeweilige Heimat gereist. Laut Bericht der "Bild" handelte es sich bei einer der beiden Frauen um eine Oberin, die aus Madagaskar nach Italien kam. Dort habe sie sich um ältere Menschen gekümmert. Die zweite werdende Mutter soll 34 Jahre alt sein und laut Medienberichten wegen starker Bauchschmerzen ins Krankenhaus gekommen sein. Dort sei die Schwangerschaft festgestellt worden.

Schwanger: Ausschluss aus Kloster droht

Beiden Frauen droht nun der Ausschluss aus ihren Ordensgemeinschaften. Die Zeitung beruft sich auf eine Kirchenquelle aus Rom, laut derer einen Untersuchung eingeleitet wurde. Die beiden hätten gegen das Keuschheitsgebot verstoßen, allerdings habe das Wohl der beiden Kinder nun oberste Priorität.

Missbrauch von Nonnen

Fälle von schwangeren Nonnen gibt es in der katholischen Kirche immer wieder. Das diese in vielen Fällen nicht durch einvernehmlichen Geschlechtsverkehr resultieren, hat Papst Franziskus erst im Februar dieses Jahres eingeräumt. "Es stimmt, es ist ein Problem. Ich weiß, dass Priester und auch Bischöfe das getan haben. Und ich glaube, es wird immer noch getan", sagte er.

Papst: "Keine Sache, die alle machen"

Es betreffe einige Kulturen oder religiöse Gemeinschaften mehr als andere. "Es ist keine Sache, die alle machen." Der Vatikan arbeite seit langem an dem Problem, so der Papst. Einige Frauenglaubensgemeinschaften seien aufgelöst worden, einige Kleriker seien "suspendiert" und "weggeschickt" worden. Er fügte hinzu: "Muss man mehr machen? Ja. Wollen wir mehr machen? Ja."

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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