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Corona-Krise

Italien will Kündigungen 5 Monate lang verbieten

55 Mrd. Euro schweres Hilfspaket

Coronavirus, Italien APA/AFP/Miguel MEDINA
Italien will schnellstmöglich wieder die Wirtschaft ankurbeln. (SYMBOLBILD)

Die italienische Regierung will im Rahmen eines milliardenschweren Hilfspakets ein Kündigungsverbot für Unternehmen erlassen. Damit werden Unternehmen in Italien wegen der Coronaviruskrise fünf Monate lang ihre Mitarbeiter nicht kündigen können, teilte Arbeitsministerin Nunzia Catalfo mit.

Der Zugang zur Kurzarbeit und zu Stützungsmaßnahmen soll mit dem neuen 55 Mrd. Euro schweren Hilfspaket erleichtert werden. Das Paket wird Hilfen für von der Krise besonders betroffene Wirtschaftssektoren enthalten, wie Tourismus, Kultur, Freizeit und Sport.

Neustart der Wirtschaft am 18. Mai?

Premier Giuseppe Conte startete am Dienstag eine Konsultationsrunde mit den Gewerkschaften, um sein drittes Hilfspaket mit Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft vorzustellen. Heute (Mittwoch) plant der Regierungschef Gespräche mit den Unternehmerverbänden. Der Premier schloss nicht aus, dass noch vor dem 18. Mai einige Produktionsbereiche neu starten könnten, sollte die Epidemiekurve stark sinken. "Ich werde die Aufforderungen der Regionen prüfen, die zum Neustart bestimmter Aktivitäten drängen. Die Wiedereröffnungen müssen jedoch stets das Prinzip des Respekts der öffentlichen Gesundheit berücksichtigen", sagte Conte.

Italien schnürt 55. Mrd. Euro schweres Hilfspaket

Während die Regierung noch am Hilfspaket mit Maßnahmen in der Größenordnung von 55 Mrd. Euro feilt, arbeitet Außenminister Luigi Di Maio an einem großangelegten Exportplan zur Förderung der Ausfuhren italienischer Unternehmen und zum Schutz von "Made in Italy" im Ausland. "Italiens Wirtschaft muss von ihren Spitzenprodukten aus neu starten. Der Staat muss diese unterstützen und die Mittel für den Neustart zur Verfügung stellen", sagte Di Maio.

Landwirtschaftsministerin Teresa Bellanova drängt auf eine Vorverlegung der am 1. Juni geplanten Wiedereröffnung der Gastronomie. Dies sei wichtig zur Förderung des gesamten Landwirtschafts- und Lebensmittelbereichs. Derzeit können Restaurants nur Take-Away-Service anbieten. Sie liefern Speisen auch ins Haus.

(Quelle: APA)

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