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Vorschriften am Arbeitsplatz

Brillen für Japanerinnen im Job verboten

Brille, SB Pixabay/CC0
Japanerinnen protestieren gegen ein Brillen-Verbot am Arbeitsplatz. (SYMBOLBILD)

In Japan haben Brillen-Verbote für Frauen in einigen Unternehmen Proteste ausgelöst. Eine Gruppe von Aktivistinnen will in einer Petition die Regierung auffordern, frauenfeindliche Vorschriften zu Kleidung und Aussehen weiblicher Mitarbeiter in einem geplanten Gesetz gegen Belästigung am Arbeitsplatz zu benennen, wie die japanische Tageszeitung "Tokyo Shimbun" am Montag berichtete.

Demnach verbieten Unternehmen verschiedener Branchen weiblichen Mitarbeitern zum Beispiel an der Firmenrezeption das Tragen von Brillen. "Empfangsdamen seien nun mal das Gesicht der Firma", da störe eine Brille. Manche Kosmetikfirma argumentiere zudem, Brillen bei Verkäuferinnen verdeckten das eigene Produkt.

Frauen in Japan protestieren gegen Brillen-Verbot

Hinter der Petition steht eine Gruppe von Frauen unter Führung der Schauspielerin und Autorin Yumi Ishikawa, die zuvor schon eine Initiative gegen das verpflichtende Tragen von hochhackigen Schuhen für Frauen am Arbeitsplatz gestartet hatte. Unter dem Hashtag "#KuToo" - einer Anspielung auf die japanischen Worte für Schuhe (kutsu) und Schmerz (kutsuu) - werden seither entsprechende Regeln in Firmen kritisiert.

Auch in Reaktion auf das verbotene Tragen von Brillen gibt es im Netz einen eigenen japanischsprachigen Hashtag, der auf Deutsch übersetzt "Brillenverbot" lautet. Zwar erkenne die Regierung das Problem an - in den geplanten Richtlinien zu Belästigung am Arbeitsplatz stehe aber nichts Konkretes, wird Ishikawa zitiert.

(Quelle: Apa/Dpa)

Aufgerufen am 09.12.2019 um 01:56 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/japan-frauen-protestieren-gegen-brillen-verbot-am-arbeitsplatz-80085025

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