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Journalist aus Botschaft in Baku nach Bern gebracht

Ein aserbaidschanischer Journalist ist nach zehn Monaten in der Schweizer Botschaft in Baku in die Schweiz gebracht worden. Emin Husejnow sei in der Nacht auf Samstag im Flugzeug des Schweizer Außenministers Didier Bukhalter mit nach Bern gereist, teilte das Außenministerium mit. Burkhalter war am Freitag zur Eröffnungszeremonie der ersten Europaspiele in der aserbaidschanischen Hauptstadt.

Husejnow, der ebenfalls als Menschenrechtsaktivist tätig ist, hatte am 18. August 2014 in der diplomatischen Vertretung der Schweiz in Baku Zuflucht vor den aserbaidschanischen Behörden gesucht. Laut Menschenrechtsgruppen hatte der Journalist und Aktivist wiederholt die autoritäre Regierung von Präsident Ilham Alijew kritisiert, der die frühere Sowjetrepublik im Südkaukasus seit dem Tod seines Vaters und Vorgängers, Heidar Alijew, 2003 mit harter Hand regiert.

Die Schweiz hatte dem 35-jährigen Husejnow nach seiner Flucht aus "humanitären Gründen" Asyl in der Botschaft gewährt. Laut der Erklärung des Außenministeriums diente es in der Affäre als "Vermittler". Husejnow kann nun bis September entscheiden, ob er in der Schweiz Asyl beantragt.

(Quelle: S24)

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