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JPMorgan sieht Kapitalbedarf bei 13 Banken - RBI darunter

JP-Morgan hat 35 Europäische Banken untersucht und bei 13 von ihnen eine Kapitallücke festgestellt. Ihnen fehlen zusammen 26 Mrd. Euro, um das von der EU geforderte Mindest-Kernkapital zu erreichen, errechnete JPMorgan laut Medienberichten in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Zu den Sorgenkindern gehört die Raiffeisenbank International (RBI).

Die RBI ist das einzige Institut, bei dem die Analysten nicht glauben, dass es aus eigener Kraft die Kapitallücke schließen kann, sondern eine Kapitalerhöhung brauchen wird. Die größten Löcher dürften aber bei Credit Agricole, Santander, der Bank-Austria-Mutter Unicredit und Societe Generale auftauchen. Allerdings dürften diese Institute die Lücken aus eigener Kraft schließen können.

Die EZB hat zuletzt für die meisten Banken in der Eurozone Mindestquoten für das Kernkapital festgelegt. Veröffentlicht wurden diese noch nicht, für Österreich wird ein Wert von bis zu zehn Prozent angenommen, hieß es am Montag aus informellen Quellen. Dazu kommen dann noch nationale Aufschläge. In Österreich könnten die Großbanken vor Kapitalvorgaben von bis zu 12 Prozent stehen.

Insgesamt stehen 123 Institute unter der Aufsicht der EZB. Diese hat aber nicht nur die Kernkapitalquoten neu festgelegt, sondern auch die Anrechenbarkeit von Kapital neu definiert. Dadurch können die Banken deutlich weniger Eigenkapital anrechnen. Die JPMorgan-Experten beziffern die Summe des nicht mehr anrechenbaren Eigenkapitals bei den untersuchten Banken auf 137 Milliarden Euro.

(Quelle: S24)

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