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Kandidat für May-Nachfolge kokste

Gove werden gute Chancen als Nachfolger eingeräumt
Gove werden gute Chancen als May-Nachfolger eingeräumt. Mit der Koks-Beichte dürfte er sich noch etwas bekannter machen.

Der britische Umweltminister Michael Gove und Kandidat für die Nachfolge der scheidenden Premierministerin Theresa May hat früheren Kokain-Konsum zugegeben. Er habe die Droge vor mehr als 20 Jahren "bei verschiedenen Gelegenheiten" genommen und bedauere dies sehr, sagte der 51-Jährige der Zeitung "Daily Mail".

"Zu der Zeit war ich ein junger Journalist. Es war ein Fehler", sagte Gove. Er gehe aber davon aus, dass ihn das nicht für seine Bewerbung disqualifiziere.

Gove oder Johnson?

Gove gilt als aussichtsreicher Kandidat für Mays Nachfolge. Die größten Chancen werden allerdings dem früheren Außenminister und Brexit-Hardliner Boris Johnson eingeräumt. Bisher haben elf Politiker ihr Interesse an dem Posten als Chef der Konservativen Partei und damit auch als Regierungschef bekundet. Die offizielle Bewerbungsfrist für die Kandidaten endet am Pfingstmontag.

Opium während Hochzeit

Zuvor hatte sich ein anderer Kandidat, Rory Stewart, dafür entschuldigt, Opium während einer Hochzeit im Iran geraucht zu haben. "Da war ein sehr dummer Fehler vor 15 Jahren", hatte Stewart in Interviews gesagt. Dem hoch gebildeten Stewart, der auch Schriftsteller ist und viel im Ausland gearbeitet hat, werden im Rennen um Mays Nachfolge nur Außenseiterchancen eingeräumt.

May war es nicht gelungen, das Parlament und ihre zerstrittenen Konservativen beim Thema EU-Austritt zu versöhnen. Am Freitag hatte sie die Führung ihrer Konservativen Partei schließlich abgegeben. Sie wird bis Ende Juli auch als Regierungschefin ersetzt. Da sehr EU-kritische Nachfolgekandidaten wie Johnson in den Startlöchern stehen, wächst neue Furcht vor einem Chaos-Brexit Ende Oktober.

(Quelle: Apa/Dpa)

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