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Kartellamt untersucht CL-Zusammenarbeit von Sky und DAZN

Wer die Champions League heuer sehen will, muss zahlen. JAVIER SORIANO / AFP
Wer die Champions League heuer sehen will, muss zahlen.

Das deutsche Bundeskartellamt hat die Zusammenarbeit des Pay-TV-Anbieters Sky mit dem Streamingdienst DAZN bei der Ausstrahlung der Champions-League-Fußballspiele unter die Lupe genommen. Man habe ein Verwaltungsverfahren eingeleitet, teilte die Behörde am Dienstag in Bonn mit.

Live-Übertragungen von Spielen der Königsklasse sind in Deutschland und anderen betroffenen Märkten im Zeitraum 2018 bis 2021 nur noch bei den beiden Bezahl-Anbietern zu sehen. Sky hatte sich 2017 in einer Ausschreibung der UEFA durchgesetzt, danach aber einen Teil des Pakets an den Streaming-Dienst DAZN abgegeben.

Müssen Sky und DAZN ihr Vorgehen ändern?

"Wir untersuchen, wann und in welcher Form die Kooperation der beiden Unternehmen beschlossen wurde und ob die Zusammenarbeit den Wettbewerb im Interesse der Verbraucher gefördert oder beschränkt hat", sagte Kartellamtschef Andreas Mundt. Das Verfahren dürfte mehrere Monate dauern. Dabei werden nicht nur Sky und DAZN, sondern auch Wettbewerber befragt.

In Verwaltungsverfahren geht es nicht um Bußgelder. Ein Ergebnis der kartellrechtlichen Prüfung könnte sein, dass die Firmen ihr bisheriges Vorgehen ändern müssen - im äußersten Fall müsste neu ausgeschrieben werden. Auch eine Einstellung des Verfahrens ist möglich. Ein Sprecher von Sky sagte, man sei vor einigen Tagen informiert worden und kooperiere "vollumfänglich" mit der Behörde.

(APA)

Aufgerufen am 13.12.2018 um 04:24 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/kartellamt-untersucht-cl-zusammenarbeit-von-sky-und-dazn-60418186

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