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Katalonien verschiebt Unabhängigkeit

Der Regierungschef von Katalonien, Carles Puigdemont, will am Ziel einer Unabhängigkeit von Spanien festhalten. Er setze diesen Prozess aber aus, um in den nächsten Wochen einen Dialog und eine Vermittlung einzuleiten, sagte er am Dienstag vor dem Regionalparlament in Barcelona. Die Rede war mit Spannung erwartet worden, da eine Unabhängigkeitserklärung für möglich gehalten wurde.

Nach dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendums vom 1. Oktober, bei dem mehr als 90 Prozent der Wähler für eine Trennung gestimmt hatten, wird mit Spannung erwartet, ob Puigdemont die Unabhängigkeit der Region ausrufen wird.

Internationale Vermittlung in der Katalonien-Krise in letzter Minute

Der Auftritt war zunächst für 18.00 Uhr angekündigt worden, wurde aber dann kurzfristig auf 19.00 Uhr verschoben. Der Beginn der Parlamentssitzung verzögere sich, weil Puigdemont in letzter Minute noch über eine internationale Vermittlung in der Katalonien-Krise berate, sagte ein Sprecher der Regionalregierung am Dienstagabend.

Spanische Regierung: Verhandlungen "nicht denkbar"

Die spanische Regierung reagierte allerdings umgehend und schloss eine Vermittlung im Streit um die Unabhängigkeit Kataloniens erneut aus. Verhandlungen mit Puigdemont seien "nicht denkbar", sagte ein Regierungssprecher in Madrid. Puigdemont hat bereits mehrfach eine Vermittlung im Streit mit der Zentralregierung gefordert. Ministerpräsident Mariano Rajoy will aber erst Gespräche führen, wenn die katalanische Regionalregierung die Unabhängigkeitsbestrebungen aufgibt.

(APA/dpa)

Aufgerufen am 16.02.2019 um 01:06 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/katalonien-verschiebt-unabhaengigkeit-57060439

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