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Kaum ein Pflichtschüler wird daheim unterrichtet

Häuslicher Unterricht ist Österreich die absolute Ausnahme: Im Schuljahr 2013/14 wurden in Österreich nur rund 1.900 Kinder und Jugendliche im Pflichtschulalter daheim unterrichtet, das entspricht etwas mehr als 0,2 Prozent der Schüler bis zur 9. Schulstufe. Das zeigt die aktuelle Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Team Stronach durch Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ).

Rund 45 Prozent der Schüler im häuslichen Unterricht entfallen auf den Vorschulbereich, über ein Drittel war im Volksschulalter. Nur 18 Prozent haben anstelle einer Hauptschule, Neuen Mittelschule, AHS oder berufsbildenden mittleren oder höheren Schule (BMHS) häuslichen Unterricht besucht. Kaum ein Thema sind dabei nicht bestandene Externistenprüfungen: Weniger als ein Prozent hat den Nachweis nicht erbracht, dass die Bildungsziele des jeweiligen Schuljahres erreicht wurden.

Die in absoluten Zahlen meisten Schüler im häuslichen Unterricht gab es 2013/14 in der Steiermark (413), gefolgt von Niederösterreich (410), Wien (281), Tirol (210), Kärnten (189), Oberösterreich (131), Salzburg (109), Vorarlberg (97) und dem Burgenland (48).

Über die vergangenen Jahre hat sich die Teilnahme am häuslichen Unterricht dabei kaum verändert: 2012/13 wurden 1.828 Pflichtschüler zu Hause beschult, 1.541 davon waren im Vor- bzw. Volksschulalter; 2013/14 waren es exakt 1.888 (1.550 im Vor-/Volksschulalter).

Die vorläufigen Zahlen für das laufende Schuljahr 2014/15 lassen ebenfalls keine großen Ausreißer erwarten: Exklusive Steiermark, die noch keine Zahlen geliefert hat, erhalten derzeit 1.550 Kinder und Jugendliche häuslichen Unterricht. In den vergangenen Jahren gab es jeweils rund 400 Steirer im häuslichen Unterricht, die Gesamtzahl für Österreich dürfte damit in etwa gleich bleiben bzw. leicht steigen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 11.04.2021 um 10:10 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/kaum-ein-pflichtschueler-wird-daheim-unterrichtet-46228408

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