Jetzt Live
Startseite Welt
Welt

Keine Auffanglösung für tausende Air-Berlin-Mitarbeiter

Es drohen zahlreiche Entlassungen APA (AFP)
Es drohen zahlreiche Entlassungen

Die Auffanglösung für Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin fällt wohl ein paar Nummern kleiner aus als gedacht. Die Finanzierung der Transfergesellschaft zur Schulung und Vermittlung von Mitarbeitern übernehmen laut Insidern vor allem die Airline selbst und das Land Berlin.

Bayern, wo Air Berlin ebenfalls Standorte hat, wolle sich nicht an der Finanzierung beteiligen, Nordrhein-Westfalen und der Bund voraussichtlich nur in geringem Maße. Ursprünglich war für rund 50 Mio. Euro eine Transfergesellschaft angepeilt, wo etwa 4.000 Beschäftigte für bis zu sechs Monate weiterqualifiziert werden sollten.

Nur 1.000 Mitarbeiter werden unterkommen

Einer der Insider sagte, eine Einrichtung nur für das Bodenpersonal würde rund 1.000 Beschäftigte umfassen. Die Zeitungen "B.Z." und "Bild" berichteten, Air Berlin rechne für diesen Fall nur noch mit Kosten von rund zehn bis zwölf Millionen Euro. Berlin könnte haushaltsrechtlich maximal fünf Millionen Euro übernehmen, den Rest sollten möglichst NRW, der Bund und Air Berlin übernehmen. Bis Freitag soll weiter beraten werden.

Zinsen können nicht gestrichen werden

Offen ist dem Bericht zufolge, ob der Bund als Kompromisslösung auf seine fünf Millionen Euro Zinsen verzichtet, die er durch die Gewährung des 150-Millionen-Euro-Kredits für Air Berlin einnimmt. Eine Sprecherin des deutschen Wirtschaftsministeriums hatte zuvor betont, die Zinsen könnten nicht einfach gestrichen werden. "Zinsen zu verlangen ist EU-rechtlich notwendig." Entscheidend sei die Beteiligung der Länder.

(APA/ag.)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 23.07.2019 um 07:08 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/keine-auffangloesung-fuer-tausende-air-berlin-mitarbeiter-57210331

Kommentare

Mehr zum Thema