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Keine Einigung über Teilnahme iranischer Pilger am Hadsch

Schiitisch-sunnitische Differenzen Salzburg24
Schiitisch-sunnitische Differenzen

Der Iran und Saudi-Arabien haben keine Einigung über die Teilnahme iranischer Pilger am diesjährigen Hadsch (Hajj) erzielt. "Die Bedingungen sind nicht erfüllt und jetzt ist es zu spät", sagte Kulturminister Ali Jannati am Donnerstag der Nachrichtenagentur IRNA. Er warf Riad "Sabotage" vor. Fragen zur Ausstellung von Visa, der Anreise und der Sicherheit der Pilger seien nicht geklärt worden.

Im vergangenen Jahr waren beim größten Unglück in der Geschichte der Pilgerfahrt nach Mekka 2300 Menschen ums Leben kamen, unter ihnen mehr als 450 Iraner. Teheran warf daraufhin dem Königreich, das für die Organisation der Pilgerfahrt zuständig ist, Inkompetenz vor.

Die Verhandlungen über den Hadsch wurden von Verwerfungen zwischen dem schiitischen Iran und dem sunnitischen Saudi-Arabien überschattet. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern stecken derzeit in einer tiefen Krise, nachdem Anfang des Jahres wütende Demonstranten die saudi-arabische Botschaft in Teheran und ein Konsulat angegriffen hatten.

Die Proteste richteten sich gegen die Hinrichtung des prominenten schiitischen Geistlichen Nimr al-Nimr in Saudi-Arabien. Als Reaktion auf die Proteste brachen Riad und mehrere weitere sunnitisch dominierte Staaten die diplomatischen Beziehungen zum Iran ab.

Die Teilnahme an der jährlichen Wallfahrt zur heiligsten Stätte des Islam in Mekka ist Pflicht für jeden gläubigen Muslim. Gemäß dem Koran muss jeder Muslim, ob Mann oder Frau, der gesund ist und es sich leisten kann, einmal im Leben an der Pilgerreise teilnehmen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 28.09.2021 um 12:56 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/keine-einigung-ueber-teilnahme-iranischer-pilger-am-hadsch-52048504

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