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Köstinger und Bienkowska betonen Wert von Tourismus für EU

Köstinger will für die Zukunft nachhaltigen Fremdenverkehr APA
Köstinger will für die Zukunft nachhaltigen Fremdenverkehr

Im Rahmen des 17. EU-Tourismusforums haben die Tourismus zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und EU-Kommissarin Elzbieta Bienkowska die Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs für Österreich und die EU hervorgestrichen. Für die Zukunft gehe es darum, weg vom Massentourismus eine nachhaltigere Form zu finden, um Lebensqualität und Wertschöpfung zu sichern.

"Der Tourismus ist einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste Sektor in der EU", sagte Bienkowska am Montag in einer Pressekonferenz in Wien. Köstinger erklärte, dies gelte insbesondere für das Tourismusland Österreich mit 43 Mrd. Euro an Gesamtausgaben im Jahr. Bienkowska verwies darauf, dass die Digitalisierung auch im Tourismus zu neuen Geschäftsmodellen führen wird.

Entscheidend für den Fremdenverkehr sei auch das Thema Sicherheit, sagte Köstinger mit Blick auf die Türkei, Ägypten und Tunesien, wo der Tourismus phasenweise zum Erliegen gekommen sei. Für einen nachhaltigen Tourismus seien Marketing, der Arbeitsmarkt sowie die Vernetzung mit Landwirtschaft und Kulinarik wichtig. Außerdem seien die Kennzahlen wie Zahl der Nächtigungen und Ankünfte zu eindimensional. Man müsse sich lösen vom "Abfeiern der Nächtigungszahlen".

Dass Einwohner in Touristen-Hochburgen unter dem Andrang leiden, gestand Köstinger ein. Dieses Problem treffe beispielsweise auf Barcelona, Amsterdam aber auch Salzburg zu. Es gelte, die Interessen von Gästen und Gastgebern in Einklang zu bringen. Bienkowska wandte ein, dass der Tourismus Arbeitsplätze schaffe, die sonst nicht geschaffen worden wären. "Die Wertschöpfung bringt Jobs, Steuern und Geld für die Leute", so Bienkowska.

Der Generalsekretär der UN-Welttourismusorganisation, Zurab Pololikashvili, sagte, Österreichs Tourismusstrategie, Köstingers "Plan T", sei ein Vorzeigeprojekt für andere Länder, wenn es darum gehe, den Tourismus nachhaltig zu entwickeln.

Der Tourismusgipfel geht bis Dienstag, 2. Oktober. Rund 200 Tourismus-Experten nehmen an der Konferenz teil. Beschlüsse gibt es nicht. Die Tourismuswirtschaft ist in Österreich für rund 16 Prozent der Wirtschaftsleistung verantwortlich und beschäftigt rund eine halbe Million Menschen.

(APA)

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