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Kosovo

Bärenjunges aus Keller gerettet

Ende Februar hat eine Privatperson im Kosovo einen nur wenige Monate alten Bären gefunden. Die Behörden versprachen zwar laut Vier Pfoten, das Tier zurück zu seiner Mutter zu bringen. Aber die Organisation entdeckte das Junge schließlich in einem verdreckten Keller eines Lokals im Nationalpark Sharr. Nach wochenlangen Verhandlungen mit dem kosovarischen Umweltministerium wurde der Bär gerettet.

Im Bärenwald der Vier Pfoten in Prishtina fand das Jungtier nun ein neues Zuhause, berichtete die NGO am Mittwoch. Der Bär soll dort nur minimalen menschlichen Kontakt haben. In sechs bis neun Monaten wird das Team seinen Zustand erneut evaluieren und entscheiden, ob er in die freie Natur entlassen werden kann.

Kosovo: Bär lebte in Kiste

"Durch Zufall" hatten Mitarbeiter von Vier Pfoten das Tier im Keller des Restaurant entdeckt. In einer kleinen Holzkiste bekam der Bär kaum Tageslicht zu Gesicht und hatte keinen Platz, um sich zu bewegen.

Der zehn Hektar große Bärenwald liegt rund 20 Kilometer außerhalb der kosovarischen Hauptstadt. Derzeit führen dort mit dem Bärenjungen 20 Braunbären, die zuvor als sogenannte Restaurantbären im Kosovo und in Albanien gehalten wurden, ein artgemäßes Leben in großen, natürlichen Gehegen. Zur Aufgabe des 2013 eröffneten Schutzzentrums gehört auch Aufklärungsarbeit, berichtete Vier Pfoten am Donnerstag.

(Quelle: APA)

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