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Krawalle und Verletzte bei Anti-Salvini-Demo in Bari

Salvini scheidet in Italien die Geister APA (AFP)
Salvini scheidet in Italien die Geister

Eine Demonstration gegen den italienischen Innenminister Matteo Salvini und dessen Einwanderungspolitik ist am Freitagabend im süditalienischen Bari ausgeartet. Während des Protestzugs kam es zu Auseinandersetzungen mit rechtsradikalen Aktivisten. Die Polizei musste eingreifen, zwei Demonstranten wurden verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert, berichteten italienische Medien am Samstag.

Die Demonstration wurde von dem Anti-Rassismus-Verband "Nie mit Salvini" organisiert. Aktivisten der rechtsextremen Organisation "CasaPound" wiesen den Vorwurf zurück, die Demonstranten provoziert und sie mit Knüppeln angegriffen zu haben. Sie hätten lediglich auf einen Versuch der linken Demonstranten reagiert, ihren Parteisitz anzugreifen.

Die Verletzten wurden mit Gesichts- und Kopfwunden ins Spital eingeliefert. Zu den Verletzten gehört auch ein Assistent der linken Europaabgeordneten Eleonora Forenza, die sich an der Kundgebung beteiligte. Circa 30 "CasaPound"-Aktivisten wurden in eine Polizeikaserne gebracht; die Polizei stellte ihre Identitäten fest.

Unterdessen will Italien die Zusammenarbeit mit Österreich, Slowenien und Kroatien zur Bekämpfung der illegalen Immigration an seinen Grenzen verschärfen. "Wir planen eine Reihe von Treffen mit Österreich, Slowenien und Kroatien, um die Zusammenarbeit und die Grenzkontrollen zu stärken", so Innenminister Matteo Salvini.

In einem Interview mit der friulanischen Tageszeitung "Il Messaggero Veneto" meinte Salvini, dass die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern wichtig sei. "Im Kampf gegen die Einwanderung können wir nicht alles allein tun", erklärte der Innenminister und Chef der rechten Lega.

Anfang 2019 soll in Gradisca d'Isonzo in der friulanischen Provinz Görz ein Zentrum für die Ausweisung von Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung entstehen. Salvini hob die Resultate im Kampf gegen die illegale Einwanderung seiner Regierung hervor. In einem Jahr rechne er dank geringerer Ankünfte mit Einsparungen bei der Flüchtlingsversorgung in Höhe von einer Milliarde Euro.

(APA)

Aufgerufen am 15.12.2018 um 11:48 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/krawalle-und-verletzte-bei-anti-salvini-demo-in-bari-60260827

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