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Kreditbetrüger ergaunerten in OÖ. über 1 Mio. Euro

Die oberösterreichische Polizei hat Kreditbetrügereien mit einem Schaden von mehr als einer Million Euro aufgedeckt. Die Verdächtigen statteten dazu 109 Personen mit gefälschten Papieren aus und schoben sie als Darlehensnehmer mit ausreichender Bonität vor. Das gab die Landespolizeidirektion Oberösterreich am Dienstag bekannt.

Ein Ehepaar aus Leonding im Bezirk Linz-Land, eine 38-Jährige und ein 40-Jähriger, wird beschuldigt, mit ihrer Firma zum Teil beschäftigungslosen Personen eine angeblich lukrative "Investitionsform" vorgegaukelt zu haben. Ihren Opfern versprachen sie für eine Kreditaufnahme ohne Rückzahlungs-Verpflichtung eine Art "Provision" beziehungsweise könnten sie einen Kredit erhalten, den man nicht zurückzahlen müsse.

Als Darlehensnehmer rekrutierten sie überwiegend in Österreich lebende Personen. Sie benützten aber auch ungarische Staatsbürger, die über Mittelsmänner vorübergehend nach Österreich gebracht wurden. Mitgewirkt hat eine 55-jährige, die als Buchhalterin des Unternehmens Lohnzettel und verschiedene Dokumente fälschte. Damit wurden Banken Kredite herausgelockt. Dabei dürften auch deren Angestellte involviert gewesen sein. Nach einer Unternehmensprüfung durch das Finanzamt beendete das Ehepaar seine Betrügereien und stieß die Firma an neue Eigentümer ab.

Die Buchhalterin machte weiter. Sie weihte dazu zwei Versicherungsangestellte ein. Erst als sie merkten, dass sich die Polizei für ihre krummen Geschäfte interessierte, hörten sie auf. Die Ermittler wiesen allen Verdächtigen den Zusammenhang mit insgesamt 109 Krediten durch ebenso viele verschiedene Personen nach. Die Beschuldigten, die sich größtenteils als "nicht schuldig" bezeichneten, wurden auf freiem Fuß der Staatsanwaltschaft angezeigt.

(Quelle: S24)

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