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Kriminalitäts-Präventionsprogramm für Schulen vorgestellt

Mit dem Schuljahr 2018/2019 haben Exekutive und Innenministerium das österreichweite Kriminalitäts-Präventionsprogramm "Under 18" für Kinder gestartet. Bis Ende 2019 sollen 433 eigens ausgebildete "Präventionsbeamte" in Schulen altersgerecht die Schwerpunkte Rechtsbewusstsein, Vorbeugung und digitale Medien vermitteln, erläuterten die Initiatoren am Dienstag in Wien.

Derzeit kann auf rund 350 speziell geschulte Experten zurückgegriffen werden. Je nach Anforderungen an der jeweiligen Schule sollen sie zu den Themenblöcken Rechtsbewusstsein, Suchtdelikts- und Gewaltprävention (ab 13 Jahren) oder auch Umgang mit digitalen Medien (ab einem Alter von zehn Jahren) informieren. Das neu gestaltete Programm entspräche pädagogischen, methodischen und wissenschaftlichen Standards und sei einfach und verständlich aufgebaut.

Bei der Erstellung habe man vor allem auf einen "Mehr-Ebenen-Ansatz" gesetzt, erläuterten die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler (ÖVP), Bundeskriminalamt-Abteilungsleiter Gerhard Lang und die Direktorin des BRG Wien 19, Karin Dobler, unisono. Bedeutet: Lehrer, Schüler und Eltern sind gleichermaßen involviert wie Polizei und Innenministerium. Im Fokus stehen Rechte und Pflichten von Minderjährigen bzw. Schülern ab zehn Jahren. Auf welchem konkreten Bereich der Fokus liegt, kann in der jeweiligen Bildungseinrichtung selbst festgelegt werden. Ob Mobbing, Stalking oder Drogen: Bei Bedarf kann sich die Schulleitung auch mit einem konkreten Problem an die Exekutive wenden. Frontalunterricht wird in jedem Fall vermieden.

Der Schwerpunkt kann auf drei unterschiedlichen Themenblöcken liegen: "All Right - Alles was Recht ist!" zur Förderung des Rechtsbewusstseins für 13- bis 17- jährige, "Look@your.Life rund um die Themengebiete der Prävention von Straffälligkeit bis zum Konsum von legalen und illegalen Substanzen sowie "Click & Check" für den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien ab zehn Jahren. Vor allem letzterer Punkt stehe schon bei den Jüngsten im Fokus - nicht nur in der Schule, sondern bis ins Kinderzimmer.

Die Jugendprävention zählt zu den Aufgaben der von Edtstadler geleiteten "Task Force Strafrecht". Seit 2016 wurden bestehenden Programme überarbeitet und mit Dutzenden Experten ein umfangreicher Lehrgang entwickelt. Der Zugang zur Zielgruppe soll möglichst niederschwellig und spielerisch erfolgen. Beim Lokalaugenschein in einer Wiener Schule wurde vor Medienvertretern etwa mit rund 14-jährigen spielerisch und interaktiv das Thema landeseigene Jugendschutzgesetze inklusive Ausgehzeiten, Strafmündigkeit und Alkoholverbot behandelt.

(APA)

Aufgerufen am 17.12.2018 um 06:35 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/kriminalitaets-praeventionsprogramm-fuer-schulen-vorgestellt-60368287

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