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Krisen und Verunsicherung treiben Nachfrage nach Gold kräftig an

Die hohe Nachfrage treibt den Preis in die Höhe. APA/Robert Jäger
Die hohe Nachfrage treibt den Preis in die Höhe.

Weltweite Krisen und allgemeine Verunsicherung haben die Nachfrage nach Gold in den vergangenen Monaten kräftig steigen lassen. Im zweiten Quartal wurden 1.050 Tonnen nachgefragt, 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der Branchenverband World Gold Council (WGC) am Donnerstag bekannt gab.

Im ersten Halbjahr lag der Wert bei 2.335 Tonnen - fast so hoch wie der bisherige Rekord in der Finanzkrise 2009.

Goldpreis um ein Viertel gestiegen

"2016 wurde eine ganze Reihe von Ereignissen angestoßen, die wirtschaftliche und politische Unsicherheit auslösen", erklärte die Dachorganisation der größten Goldproduzenten. Sie nannte die Präsidentenwahl in den USA, "das Referendum in Großbritannien zur EU-Mitgliedschaft und mögliche Folgen des Brexit", die "zunehmend prekäre Lage" der italienischen Banken und "fortgesetzte geopolitische Instabilität im Mittleren Osten".

Entsprechend legte auch der Goldpreis zu; er stieg im ersten Halbjahr um ein Viertel. Hinter dem wachsendem Interesse standen in erster Linie Investoren: Ihre Nachfrage legte um satte 141 Prozent zu auf 448 Tonnen. Dagegen sank die Nachfrage nach Gold für die Schmuckherstellung um 14 Prozent. Auch Zentralbanken kauften weniger von dem Edelmetall.

Es sei das erste Mal seit Beginn der Statistiken gewesen, dass die Nachfrage nach Gold in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen mehrheitlich auf Investoren zurückging, sagte John Mulligan vom WGC der Nachrichtenagentur AFP. Das sei "sehr ungewöhnlich". Die Organisation verwies in diesem Zusammenhang auch auf die sehr niedrigen Leitzinsen in Europa und Japan, die es Anlegern schwerer machen, rentable Investitionen zu finden.

(APA)

(Quelle: S24)

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