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Hitzewelle in Südeuropa

Kroatien, Spanien, Italien: Waldbrände wüten in Urlaubsländern

Menschen werden in Sicherheit gebracht

Mehrere Waldbrände wüten derzeit an der kroatischen Adriaküste. Zahlreiche Menschen – darunter viele Urlauber:innen – mussten in Sicherheit gebracht werden. Auch in anderen südeuropäischen Urlaubsländern spitzt sich die Lage zu. Ein Überblick.

An der kroatischen Adriaküste wüten seit Mittwoch mehrere Waldbrände. Die Situation an der dalmatinischen Krka-Riviera sei so schlimm wie seit Jahrzehnten nicht mehr – und die Hitzewelle in Südeuropa nimmt gerade erst Fahrt auf. Mithilfe von mehreren Löschflugzeugen konnte die Feuerwehr die Flammen zumindest vorerst eindämmen.

Verheerende Waldbrände in Kroatien

Die Waldbrände in Dalmatien wüten zwischen den Ferienstädten Vodice und Sibenik. Eines der Feuer hatte rund 3.300 Hektar Land erfasst. Die Bewohner:innen und Urlauber:innen wurden mit Booten von den Inseln Zaton und Raslina in Sicherheit gebracht.

In einigen Dörfern hatten erste Häuser bereits Feuer gefangen. Medienberichten zufolge gab es bislang einige leichtverletzte Feuerwehrleute. Sorgen bereitet den Einsatzkräften der Wind, der das Feuer wieder anfachen könnte.

Kampf gegen Flammen in Urlaubsregion

Die Krka-Riviera ist ein beliebtes Urlaubsziel in Kroatien. Sie erstreckt sich von der Mündung des Flusses Krka in die Stubalj-Bucht über den weiterführenden Sibenik-Kanal bis zur eigentlichen Meeresküste bei Sibenik.

Hitzewelle facht Brände weiter an

Auch in weiteren südeuropäischen Urlaubsländern brechen in ausgetrockneten Gegenden immer mehr Brände aus. Das Problem verschärft sich zusehends, gleichzeitig werden in Italien und Frankreich in den kommenden Tagen um die 40 Grad erwartet.

  • Auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca etwa waren Höchsttemperaturen von 37 Grad vorhergesagt. Nur die Kanaren vor der Westküste Afrikas bleiben von der Extremhitze verschont. Die Hitzeperiode geht in Spanien frühestens am Dienstag zu Ende, nach dann etwa elf Tagen, wie der nationale Wetterdienst am Donnerstag mitteilte.
  • In Portugal war es bereits diese Woche mehr als 40 Grad heiß. Außerdem gönnten zahlreiche Waldbrände vielen Einwohnern und Einsatzkräften keine Atempause. Am Donnerstag waren elf größere Feuer aktiv, wie der Zivilschutz (ANEPC) mitteilte. "Das ganze Land brennt", titelte die Zeitung "Jornal de Notícias". Die seit Montag in ganz Portugal geltende dritthöchste Stufe des Notstands werde bis Sonntag verlängert, gab Ministerpräsident António Costa bekannt.
  • Auch an der französischen Atlantikküste nahe Bordeaux dauerten die Waldbrände an. In den frühen Morgenstunden evakuierten Einsatzkräfte erneut eine Siedlung und brachten etwa 60 Menschen in Sicherheit, später räumten sie auch eine Gemeinde mit rund 4.000 Menschen. Bei Bränden um Teste-de-Buch und Landiras waren laut Präfektur rund 1.000 Feuerwehrleute im Einsatz. In dem Gebiet gilt mittlerweile die Waldbrand-Warnstufe Orange. In stark bewaldeten Kommunen wurde Feuerwerk vorerst verboten. Am Donnerstag war Nationalfeiertag in Frankreich. Üblicherweise gibt es dann überall im Land Feuerwerk.
  • In Italien herrscht seit Wochen Dürre. In fünf nördlichen Regionen entlang des Flusses Po verhängte die Regierung wegen Trockenheit bereits den Notstand. Weitere Regionen könnten folgen, wie Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli am Mittwochabend sagte. Sizilien und Sardinien meldeten weiter Waldbrandgefahr. Südtirol im Norden Italiens registrierte 2022 schon deutlich mehr Waldbrände als sonst: "Während in den vergangenen 20 Jahren durchschnittlich um die 20 Waldbrände pro Jahr verzeichnet wurden, waren es heuer schon über 40", sagte der Südtiroler Landesrat für Forstwirtschaft, Arnold Schuler (SVP), in Bozen. Er mahnte: Ein Viertel der Brände gehe vermutlich auf Zigaretten zurück.
  • In Griechenland fachten starke Winde am Donnerstagnachmittag Brände an. Ein großes Feuer tobte im Nordosten in der Nähe der Hafenstadt Alexandroupolis. Man habe vorsorglich 18 Kinder aus einem SOS-Kinderdorf evakuiert, sagte Bürgermeister Giannis Zamboukis der Zeitung "To Proto Thema". Auch nahe Preveza an der Westküste sowie auf der Insel Kefalonia brannten Wälder unkontrolliert. In den vergangenen sieben Tagen wurden landesweit 264 Waldbrände registriert. 
(Quelle: APA/SALZBURG24)

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