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Kuh rülpst bei Maisfutter etwas weniger Methan

Futter-Experiment gegen Klimakiller Methan Salzburg24
Futter-Experiment gegen Klimakiller Methan

Kühe haben einen etwas geringeren Schadstoffausstoß, wenn sie vor allem Mais fressen anstatt Gras. Das hat ein Versuch der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ergeben. Kühe rülpsten dann weniger klimaschädliches Methan, teilte die Kammer am Dienstag im niederrheinischen Kleve mit.

Forscher untersuchten in einem Versuchsbetrieb am Niederrhein, wie sich die Futterzusammensetzung auf die Schadstoffmenge auswirkt. Eine Tendenz sei ersichtlich, aber die Ergebnisse ließen keine generelle Empfehlung für die Maisfütterung zu, sagte Projektleiter Sebastian Hoppe. Das Treibhausgas Methan ist etwa 25 Mal klimaschädlicher als Kohlendioxid.

Bei dem Fütterungsversuch über 120 Tage erhielten zwei Gruppen von Kühen in abgetrennten Ställen unterschiedliche Futtermischungen: Die 48 Kühe, die in der Hauptsache Mais fraßen, gaben im Schnitt 340 Gramm Methan pro Tier und Tag ab. Bei der zweiten Gruppe, die hauptsächlich Gras bekam, lag der Wert bei 360 Gramm. Methan entsteht beim Verdauungsvorgang von Wiederkäuern.

In einem weiteren Ansatz prüfen die Wissenschafter, ob die Zugabe von pflanzlichem Gerbstoff Tannin eine Auswirkung auf die Verdauung und damit auf den Methanausstoß hat. Die Versuche seien noch in der Auswertung. Aber tendenziell könnte der Methanwert etwas gesenkt werden, sagte Hoppe. Man stoße aber bei den Kühen schnell an den Grenzen der Verträglichkeit. Nach Angaben des deutschen Umweltbundesamtes stammten 2011 über 50 Prozent der Methan-Emissionen in Deutschland aus der Landwirtschaft.

(Quelle: S24)

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