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Kurz: EU darf nicht fernab der Bevölkerung agieren

Kurz sieht Österreich in einer guten Position Salzburg24
Kurz sieht Österreich in einer guten Position

Die EU darf nicht fernab der Bevölkerung agieren. Diese Ansicht äußerte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) vor dem 20. Jahrestag von Österreichs EU-Beitritt am 1. Jänner 2015 in einem am Dienstag veröffentlichten APA-Interview. Ein EU-Austritt Großbritanniens müsse verhindert werden. Es gebe in der Union "einfach unterschiedliche Konzepte, die man grundsätzlich respektieren sollte".

Österreich habe vom Beitritt aber "massiv profitiert", so Kurz. Zum EU-Beitrittskandidaten Türkei sagte der 28-jährige Kurz (ÖVP), dieser würde sich in eine gänzlich falsche Richtung entwickeln. Wenn es darüber hinaus Entwicklungen in EU-Ländern wie Ungarn gebe, "die zu kritisieren sind", dann habe er das stets angesprochen, argumentierte der Außenminister. "Ich glaube, auch die EU weiß, wie man mit solch einer Situation umzugehen hat."

Die Ukraine-Krise sei bedrohlich, weil sie vor der Haustür Österreichs abläuft und das "Blockdenken" fördert. "Der Kalte Krieg, wie wir ihn aus den Geschichtsbüchern kennen, hat Hochkonjunktur." Unmittelbar sei der islamistische Terrorismus der Jihadisten vom Islamischen Staat (IS) aber gefährlicher.

"Ganz besonders stolz" ist der ÖVP-Jungpolitiker darauf, dass Österreich heuer wieder stärker zum Ort des internationalen Dialogs geworden ist, etwa durch die Iran-Atomgespräche, "die die weltweite Aufmerksamkeit auf Österreich und auf Wien gelenkt haben". Die Austragung des Eurovision Song Contest in Wien sieht Kurz als "große Chance für uns". Er will auch internationale Gäste, darunter die frühere EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, zum Musikevent einladen.

(Quelle: S24)

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