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Kuwait finanziert Restaurierung der Gladiatorenschule in Rom

Die Ludus Magnus, die größte der vier bekannten Schulen für Gladiatoren in Rom, soll zu neuem Leben erwachen. Die "Gladiatorenschule", die unter Kaiser Domitian (81-96 n. Chr.) in einer Senke zwischen den Hügeln Esquilin und Caelius errichtet wurde, soll dank einer Spende des Emirats Kuwaits über zwei Millionen Euro restauriert werden.

Roms Bürgermeister Ignazio Marino einigte sich mit dem Emirat Kuwait auf ein Abkommen für das Restaurierungsprogramm, berichtete die römische Tageszeitung "Il Messaggero" am Donnerstag. Der unterirdische Gang, der die Gladiatorenschule mit dem Kolosseum verband, soll wiedergeöffnet werden. In der Nachbarschaft - zum Teil nur durch eine Straße getrennt - befanden sich drei weitere Schulen.

Die Geschichte des Ludus Magnus endete im 5. Jahrhundert gemeinsam mit der des Kolosseums. Mit dem Ende der Gladiatorenkämpfe wurde die Schule nicht mehr benötigt. Die Anlage verfiel und das Material wurde für den Bau anderer Gebäude verwendet. Zum Teil wurde das Gelände als Friedhof gebraucht. Die Ruinen wurden 1937 entdeckt; nur 20 Jahre später wurden die Ausgrabungen beendet. Die Ludus Magnus ist jedoch dringend renovierungsbedürftig.

Die Stadt Rom hat auch einen Mäzenen für das Mausoleum des Augustus gefunden, das seit 80 Jahren nicht mehr besichtigt werden kann. Ein US-Magnat und Kunstliebhaber aus Philadelphia habe sich zu Investitionen bereit erklärt, um das Mausoleum wieder zu eröffnen, berichtete "Il Messaggero". Demnach wolle er 12 Millionen Euro für die Restaurierung des vernachlässigten Kulturguts zur Verfügung stellen. 20 Monate sollen die Arbeiten dauern. In seinem dreckigen, stark vermüllten Zustand und als Unterschlupf für Obdachlose sei das Mausoleum des Augustus ein Schandfleck in der Hauptstadt Italiens, berichtete das Blatt.

(Quelle: S24)

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