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Lebenslange Haft für Arzt nach "Yoga-Ball-Mord" in Hongkong

Ein Gericht in Hongkong hat am Mittwoch einen Mediziner zu lebenslanger Haft verurteilt, der seine Frau und seine Tochter mit Gas aus einem Gymnastikball vergiftete. Der Anästhesist Khaw Kim Sun war für schuldig befunden worden, einen Yoga-Ball mit Kohlenmonoxid gefüllt und im Kofferraum des Familienautos platziert zu haben. Das entweichende Gas tötete laut Autopsie die beiden Frauen.

Der 53-jährige Hochschullehrer aus Malaysia schüttelte bei der Urteilsverkündung den Kopf, wie der Rundfunksender RTHK berichtete. Seine drei anderen Kinder waren im Gerichtssaal anwesend. Seine älteste Tochter sei in Tränen ausgebrochen. Die Ehefrau und die 16-jährige Tochter waren 2015 am Straßenrand in ihrem Auto tot aufgefunden worden, im Kofferraum lag der platte Yoga-Ball.

Der 53-jährige Universitätsprofessor hatte auf nicht schuldig plädiert. Laut Staatsanwaltschaft wollte er seine Frau aus dem Weg räumen, weil er eine Affäre mit einer Studentin hatte. Kollegen habe er gesagt, das Gas wolle er gegen Kaninchen einsetzen.

In Vernehmungen bei der Polizei sprach er dann von Rattenbekämpfung zuhause. Außerdem behauptete er, seine verstorbene 16-jährige Tochter habe um das gefährliche Gas in dem Ball gewusst und möglicherweise Suizidabsichten gehegt.

Die Ermittler gingen davon aus, dass der Dozent an der Chinesischen Universität nur seine Frau töten wollten. Der Polizei hatte er Medienberichten zufolge erzählt, er habe seine Tochter damals eindringlich gebeten, zuhause zu bleiben und ihre Hausaufgaben zu machen.

(APA/ag.)

Aufgerufen am 12.12.2018 um 12:53 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/lebenslange-haft-fuer-arzt-nach-yoga-ball-mord-in-hongkong-60236530

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