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Lebenslange Haft für Deutschen wegen Bluttat in Tirol

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig Salzburg24
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Wegen Mordes ist am Montag ein 24-jähriger Deutscher am Landesgericht Innsbruck zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ihm wurde vorgeworfen, sein 49-jähriges Opfer mit einem Messer mehrmals in den Hals geschnitten und getötet zu haben. Der Verurteilte soll in eine Anstalt für geistigabnorme Rechtsbrecher eingewiesen werden. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig.

Drei Psychiater hatten sich im Zuge des Prozesses mit dem Geisteszustand des Angeklagten beschäftigt. Ein Psychiater hatte den 24-Jährigen für nicht zurechnungsfähig erklärt, zwei Gutachten attestierten dem Deutschen jedoch die Zurechnungsfähigkeit. Es sei ein schwieriger Fall gewesen, weil es ein Grenzfall sei, meinte der psychiatrische Gutachter Reinhard Haller.

24-Jähriger mit Persönlichkeitsstörung

Der 24-Jährige sei zwar weder psychisch behindert, noch geisteskrank, er weise aber Persönlichkeitsstörungen auf, sagte Haller. Außerdem habe er seit seinem 14. Lebensjahr Probleme mit Suchtgift, vor allem Alkohol und Cannabis. Der massive Cannabiskonsum des Angeklagten habe schließlich Anzeichen einer Schizophrenie bei ihm ausgelöst. Dies könne bei einer Veranlagung für diese Krankheit vorkommen, erklärte der Psychiater.

Suchterkrankung über viele Jahre

Die Zukunftsprognose für den Deutschen sieht laut Haller "nicht günstig" aus. "Das Störungsbild hat schon früh begonnen und auch die Suchterkrankung zieht sich schon über viele Jahre", meinte der Gutachter. Deshalb sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Angeklagte wieder ähnlich handeln könnte. Der Psychiater legte dem Gericht deshalb die Unterbringung in einer Anstalt nahe.

Die acht Geschworenen erklärten den 24-Jährigen schließlich einstimmig für schuldig und zurechnungsfähig. Lediglich das Geständnis des Angeklagten habe sich mildernd auf das Urteil ausgewirkt, meinte Richterin Helga Moser. "Aber auch das ist zu relativieren, weil von Reumütigkeit ist wenig zu sehen", fügte sie hinzu.

Mehrmals in den Hals geschnitten

Der 24-Jährige soll im Juni des vergangenen Jahres in Wörgl seinen 49-jährigen Mitbewohner mit einem Küchenmesser mehrmals in den Hals geschnitten haben. Zwischen dem Deutschen und dem Tiroler war es zuvor zu einem Streit gekommen.

(APA)

(Quelle: S24)

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