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Liechtenstein und Peru kommen von EU-Steuersünderliste

Liechtenstein und Peru kommen von der "grauen Liste" der EU von Steuersündern. Der Pazifikstaat Palau wird von der "schwarzen Liste" von unkooperativen Jurisdiktionen auf die "graue Liste" verschoben, die Staaten enthält, die bereits Zusagen für eine Reform ihrer Steuergesetzgebung abgegeben haben. Darauf einigten sich die EU-Finanzminister am Dienstag in Luxemburg.

Liechtenstein and Peru hätten die notwendigen Reformen abgeschlossen, um eine gute Regierungsführung in Steuerfragen nachzuweisen, wie sie die EU im Dezember 2017 definiert habe, erklärte der EU-Ministerrat. Palau habe Zusagen auf hoher politischer Ebene abgegeben, auf die Sorgen der EU einzugehen.

Damit bleiben nach Angaben des EU-Ministerrates noch sechs Jurisdiktionen auf der "schwarzen Liste": Es sind dies Amerikanisch-Samoa, Guam, Namibia, Samoa, Trinidad und Tobago und die Amerikanischen Jungferninseln.

Die SPÖ-Delegationsleiterin im EU-Parlament, Evelyn Regner, kritisierte, die österreichische Regierung komme als EU-Vorsitz ihrer Verantwortung für ein faires Steuersystem nicht nach. "Damit wird die ohnehin lückenhafte schwarze Liste weiter ausgedünnt. Das ist ein falsches Zeichen, denn Transparenz und empfindliche Sanktionen fürchten Steuersünder wie Vampire das Licht."

(APA)

Aufgerufen am 12.12.2018 um 05:48 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/liechtenstein-und-peru-kommen-von-eu-steuersuenderliste-60323752

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