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Masernfall an Bord

Kreuzfahrer in Karibik unter Quarantäne

Wegen Impfgegnern ist Masern wieder auf dem Vormarsch
In den USA wurden Masern im Jahr 2000 für ausgerottet erklärt, doch die Krankheit erlebt aufgrund vieler Impfgegner eine Rückkehr.

Wegen eines Masernausbruchs an Bord ihres Kreuzfahrtschiffes sind in der Karibik rund 300 Menschen unter Quarantäne. Ärztin Merlene Fredericks James bestätigte am Mittwoch, dass ein weibliches Besatzungsmitglied an Masern erkrankt sei und auf dem Schiff im Hafen der Insel St. Lucia isoliert behandelt werde.

Aufgrund hoher Ansteckungsgefahr gelte seit Montag die Quarantäne, das sei eine Entscheidung gemäß den Empfehlungen der panamerikanischen Gesundheitsorganisation PAHO, so James weiter. Ein Mitarbeiter der Küstenwache von St. Lucia bestätigte dem US-Sender NBC, dass es sich um die "Freewinds" handle, einem US-Schiff, das der Sekte Scientology gehört. Diese gibt offiziell auf ihrer Webseite keine Empfehlungen an ihre Mitglieder, sich nicht zu impfen. Allerdings berichten viele Aussteiger immer wieder von einer verbreiteten medizinkritischen Haltung innerhalb der Gruppe.

USA: Masern schon 2000 für ausgerottet erklärt

In den USA wurden Masern im Jahr 2000 für ausgerottet erklärt, doch die Krankheit erlebt aufgrund vieler Impfgegner eine Rückkehr. Aktuell gibt es laut US-Gesundheitsbehörde CDC in den Vereinigten Staaten 704 bestätigte Fälle, ein Negativ-Rekord in den vergangenen 25 Jahren. Viele wissenschaftliche Studien haben belegt, dass es keinen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus als befürchteter Nebenwirkung gibt.

(APA)

(Quelle: Apa/Dpa)

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