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Massengrab in Syrien: Weitere Opfer befürchtet

IS könnte noch mehr Menschen getötet haben Salzburg24
IS könnte noch mehr Menschen getötet haben

Nach der Entdeckung eines Massengrabes mit 230 Leichen im Osten Syriens befürchten Menschenrechtler den Tod von rund 1.000 weiteren Menschen. Es handle sich um Mitglieder des Stammes der Al-Sheitaat, die seit August als vermisst gelten, so der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Sie könnten der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zum Opfer gefallen sein.

Mitte August hatte die IS-Miliz bereits rund 700 Mitglieder des Stammes getötet. 230 weitere getötete Stammesangehörige waren nach Angaben der Beobachtungsstelle nun am Mittwoch in einem Massengrab entdeckt worden, 1.000 gelten als verschollen. Die Menschenrechtler haben nach eigenen Angaben die Namen von Dutzenden Opfern des Massengrabes identifizieren können. Die Toten seien in "großer Mehrheit" Zivilisten gewesen, sagte Abdel Rahman. Mehrere Menschen seien geköpft worden.

Der Sheitaat-Stamm siedelt in der ölreichen und strategisch wichtigen Provinz Deir ez-Zor im Osten Syriens. Seine Mitglieder zählen als erbitterte Gegner der IS-Miliz. Die Jihadisten sehen die Stammeskämpfer als "Ungläubige" an, weil sie sich weigern, nach den Regeln der Terrormiliz zu leben. Nach Angaben Abdel Rahmans hatten die IS-Kämpfer eine Ausgangssperre in den Stammesgebieten verhängt.

(Quelle: S24)

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