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Mehr als 130 Festnahmen bei Razzien in Istanbuler Gerichten

Erdogan hält nichts von Meinungsfreiheit Salzburg24
Erdogan hält nichts von Meinungsfreiheit

Bei Razzien in mehreren Gerichten in der türkischen Metropole Istanbul hat die Polizei am Montag offenbar 136 vermeintliche Gülen-Anhänger festgenommen. Der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge wurden auf der Suche nach insgesamt 190 verdächtigen Staatsanwälten und anderen Justizbeamten vier Gerichte durchsucht.

Ihnen wird vorgeworfen, dem Prediger Fethullah Gülen nahezustehen, den die türkische Führung für den gescheiterten Militärputsch vor einem Monat verantwortlich macht. Offiziellen Angaben zufolge wurden seit dem Umsturzversuch Mitte Juli mehr als 35.000 Menschen festgenommen, von denen mittlerweile 11.600 wieder frei sind. Präsident Recep Tayyip Erdogan geht seit der Revolte energisch gegen mutmaßliche Regierungsgegner in Militär und Politik aber auch gegen Juristen, Journalisten und Wissenschaftler vor.

Gut vier Wochen nach dem gescheiterten Militärputsch hat die Regierung am Montag weitere Massenentlassungen angekündigt. Betroffen seien das Außen- und das Innenministerium, sagte der stellvertretende Ministerpräsident, Numan Kurtulmus. Auch beim Militär und bei der Küstenwache werde es nach einem entsprechenden Dekret Entlassungen geben. Zudem würden Militärhospitäler unter die Kontrolle des Gesundheitsministeriums gestellt. Kurtulmus äußert sich nach der wöchentlichen Kabinettssitzung.

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