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Mehr Polizisten als Touristen nach Anschlag in Luxor

Karnak Tempel in Luxor Salzburg24
Karnak Tempel in Luxor

Nach dem vereitelten Anschlag in der ägyptischen Tempelstadt Luxor haben sich am Donnerstag mehr Polizisten als Touristen an den berühmten archäologischen Stätten aufgehalten. Auf dem Parkplatz vor dem Tempel von Karnak, wo sich am Mittwoch der Anschlag ereignet hatte, standen am Vormittag nur sieben Busse und drei Kleinbusse, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

An normalen Tagen können es zu dieser Uhrzeit mehrere Dutzend sein. Auch im Innern des Tempels hielten sich nur etwa 200 Touristen auf, während es zur Zeit des Anschlags laut der Polizei rund 600 waren.

Am Mittwoch hatte sich ein Attentäter auf dem Parkplatz in die Luft gesprengt, als die Polizei das Taxi kontrollieren wollte, mit dem er zu dem Tempel kam. Zwei mit Schnellfeuergewehren bewaffnete Komplizen lieferten sich anschließend ein Feuergefecht mit der Polizei - einer wurde getötet, der andere schwer verletzt. Zwei Polizisten und zwei Zivilisten wurden leicht verletzt, Touristen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei erklärte, ein Massaker verhindert zu haben. Die Angreifer hatten demnach 19 geladene Magazine dabei.

Der Direktor der Ausgrabungen von Luxor, Salah al-Masekh, sagte AFP, mehrere Touristengruppen aus dem Badeort Hurghada am Roten Meer hätten ihre Ausflüge nach Luxor storniert. Die Zahl der Polizisten übertraf an allen antiken Stätten die Zahl der Touristen. Lastwagen und Pickups mit vermummtem Elitepolizisten patrouillierten in der 1,5-Millionen-Einwohner-Stadt am Nil. Staatschef Abdel Fattah al-Sisi hatte nach dem Anschlag die Regierung angewiesen, die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken.

(Quelle: S24)

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