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Menschenschmuggler ließen hunderte Kinder zurück

Die mexikanischen Behörden haben in einer einzige Woche im März mehr als 370 Kinder gefunden, die von Menschenschmugglern auf dem Weg zur US-Grenze alleine zurückgelassen worden waren. Viele der Kinder seien vollkommen erschöpft, orientierungslos und dehydriert gewesen und hätten Verletzungen an den Füßen gehabt, teilte das Nationale Migrationsinstitut (INM) am Samstag (Ortszeit) mit.

In vielen Fällen seien die Kinder, die aus verschiedenen zentralamerikanischen Ländern stammten, an schwierigen oder gefährlichen Wegpassagen in 14 mexikanischen Staaten zurückgelassen worden - von Führern, die 3.000 bis 5.000 Dollar (rund 2.200 bis 3.600 Euro) kassiert hätten.

Die Kinder wurden in der Zeit vom 17. bis zum 24. März gefunden. Inzwischen seien neun mutmaßliche Menschenschmuggler in Zusammenhang mit den Fällen festgenommen worden, teilte das INM mit.

In jedem Jahr machen sich 140.000 Menschen ohne Ausweise auf den Weg durch Mexiko zur US-Grenze, weil sie sich in den USA ein besseres Leben erhoffen. Die Zahl der Kinder, die ohne Eltern oder Vertraute unterwegs sind, sei "deutlich gestiegen", erklärte das INM weiter. Die Migranten werden auf ihrer gefährlichen Reise oft Opfer von Gewalt.

(Quelle: S24)

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