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Migranten in der Ägäis aufgegriffen - Lager überfüllt

Noch immer strömen Dutzende Flüchtlinge und andere Migranten auf die überfüllten Inseln der griechischen Ägäis. Am Wochenende wurden dort nach Angaben der Küstenwache mehr als 200 Migranten aufgegriffen. Zudem seien zwei mutmaßliche Schlepper festgenommen worden, hieß es. Die Bedingungen, unter denen die Menschen vor allem in Moria auf Lesbos untergebracht sind, bezeichnen Beobachter als schlimm.

In und um das Lager in Moria waren am Montag 8.779 Migranten und Flüchtlinge untergebracht. Das Lager hat aber nur eine Aufnahmekapazität für 3.100 Menschen, wie das Migrationsministerium mitteilte.

Hunderte Menschen, darunter zahlreiche Kleinkinder, harren unter provisorischen Zelten aus, die zum Teil aus Plastikplanen errichtet wurden. Rund um die Einrichtung von Moria haben sich wilde Lager gebildet.

"Wir müssen uns schämen für das, was wir diesen Menschen antun", sagte der Bürgermeister der Inselhauptstadt Mitilini, Spyros Galinos, der Deutschen Presse-Agentur. Die Behörden könnten die Asylanträge wegen Personalmangels derzeit nicht zügig genug bearbeiten. "Das kann aber so nicht weitergehen", sagte Galinos. Es müssten sofort Tausende Flüchtlinge zum Festland gebracht werden.

Die Regierung in Athen hat Freitag angefangen, Frauen und Familien zum Festland zu bringen. Bis zum Monatsende sollen es 3000 Menschen sein, wie es aus dem Migrationsministerium hieß.

(APA/dpa)

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