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Migranten-Strom an ungarisch-serbischer Grenze hält an

Stimmung in Ungarn zunehmend feindlich Salzburg24
Stimmung in Ungarn zunehmend feindlich

Der Flüchtlingsstrom von Serbien nach Ungarn ist auch am Mittwochabend nicht abgerissen. Wie das Staatsfernsehen zeigte, trafen Hunderte von illegalen Flüchtlingen über die Gleise bei Röszke ein. Ankommende Migranten berichteten, dass sich auf serbischer Seite noch 2.000 Migranten befänden, die nach Ungarn wollen.

In der Sammelstelle an der ungarisch-serbischen Grenze herrschten chaotische Zustände, gab es am Mittwoch trotz des hohen Polizeiaufgebotes immer wieder Ausbrüche von illegalen Migranten. Sie durchbrachen die Absperrung, um über die Autobahn M5 nach Budapest zu gelangen.

In den meisten Fällen konnten die Flüchtlinge aufgehalten und mit Bussen in ein Auffanglager zur Registrierung gebracht werden. Nur einmal gelang es der Polizei nicht, geflohene Migranten zu stoppen, berichtete das Staatsfernsehen. Sie seien zu der nahen Tankstelle gerannt, wo sie in dort wartende Autos stiegen und weitertransportiert wurden.

Die vielen Flüchtlingen in der Sammelstelle und im Auffanglager bei Röszke werden laut Polizei immer ungeduldiger und aggressiver. So soll eine Syrerin, die aus dem Auffanglager Röszke flüchten wollte, einen Betonteil nach einem Polizisten geworfen haben. Der Beamte wurde nicht verletzt, gegen die Syrerin wurde ein Verfahren eingeleitet, erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidium des Komitats Csongrad.

Der Ostbahnhof ist laut Hir.TV am Mittwochabend nahezu leer. Tagsüber seien rund 1.200 Migranten mit Zügen in den Westen gefahren.

Laut Polizei wurden heuer 4.000-5.000 Migranten abgeschoben. Sie hatten keinen Asylantrag gestellt oder ein solcher wurde abgelehnt. Seit Jänner wurden 172.821 illegale Grenzgänger aufgegriffen und gegen 990 Schlepper Verfahren eingeleitet. In Sammel- und Auffanglagern hätten sich am Mittwoch 2.456 Migranten befunden. Am vergangenen Sonntag waren es noch 3.121.

Laut dem Amt für Einwanderung und Staatsbürgerschaft wurden heuer insgesamt 160.275 Asylanträge registriert. Doch die meisten Antragsteller wollen nicht in Ungarn bleiben, sondern in den Westen weiterreisen. Für die Aufnahme der Daten illegaler Flüchtlinge hätte die Polizei einen Zeitrahmen von 36 Stunden. Weitere zwölf Stunden stünden dem Einwanderungsamt für die Registrierung zur Verfügung. Doch diese wird von immer mehr Flüchtlingen verweigert, da diese angesichts des großen Flüchtlingsstroms nur schleppend vorangeht.

(Quelle: S24)

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